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Stau-Ranking: In diesen Städten steht man am längsten

Bitte hinten anstellen: Rushhour, Unfälle, Baustellen – Auf unseren Straßen ist jede Menge los! Dichter Verkehr ist in vielen Städten und Metropolen allgegenwertig – und das weltweit. Der Verkehrsinformationsanbieter INRIX hat dazu seine jährliche Auswertung in der „2018 Global Traffic Scorecard“ veröffentlicht. Wo verbringt man am meisten Zeit und wie schneiden unsere deutschen Städte ab? Wir haben einen Blick in die Studie geworfen!

INRIX 2018 Global Traffic Scorecard

Wer im Stau steht, ist nicht zu beneiden. Doch oft gibt es nicht viele Alternativen, als sich einfach hinten anzustellen. Nicht jeder kann sein Pendlerverhalten antizyklisch ausrichten oder auf andere Verkehrsmittel umsteigen. Doch wo steht man am längsten an? INRIX analysiert Stau- und Mobilitätstrends. Die jährliche Studie vergleicht 200 Städte aus 38 Ländern miteinander. In diesem Jahr wurde erstmals eine neue Bewertungsmethode angewendet, die länderübergreifende Rankings und Analysen ermöglicht. Die täglich erhobenen Daten stammen aus unterschiedlichen Quellen, zu denen auch Stadtverwaltungen und Verkehrsministerien zählen und in die Bewertungsgrundlage einflossen. Neben Daten von vernetzten Fahrzeugen, Mobiltelefonen und Parkplätzen wurden auch Meldungen aus Presse- und Wetterberichten sowie den sozialen Medien berücksichtigt. Die Datengrundlage soll laut INRIX rund 90 Prozent aller Straßen weltweit abdecken.

Die zehn am dichtesten befahrene Städte weltweit 2018

In der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá wird den Autofahrern am meisten Geduld abverlangt. Mit 272 Stunden im Stau führt die Südamerikanische Millionenstadt die Stau-Rangliste an. Im weltweiten Vergleich wird Deutschland erst auf Platz 40 geführt.

INRIX-Scorecard 2018
Rangliste der Städte mit der höchsten Verkehrsbelastung weltweit.

Die zehn am dichtesten befahrenen Städte Deutschlands 2018

Im weltweiten Vergleich sieht es in Deutschland vergleichsweise entspannt aus. Dennoch verbringen Autofahrer im Durchschnitt mehr als 120 Stunden jährlich im Stau. Am meisten Geduld muss man in der Bundeshauptstadt haben. Berlin führt die Rangliste mit 154 Stunden an und wird so zur Stauhauptstadt. Auf Platz 2 und 3 folgen München und Hamburg.

INRIX-Scorecard 2018
Top 10 – Stau-Städte in Deutschland

Leichte Entspannung im Vergleich zum Vorjahr

Trotz des weiterhin hohen Verkehrsaufkommens, entspannt sich die Lage leicht. So sank die Stauzeit in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr um durchschnittlich mehr als sechs Prozent. Besonders deutlich entspannte sich die Lage in Stuttgart, wo sich die Stauzeit mit 11 Prozent überdurchschnittlich reduzierte.

Zeit ist Geld

Neben dem persönlichen Zeitverlust eines jeden Verkehrsteilnehmers, verursacht steigender Verkehr auch Kosten, die sich laut der Studie am Beispiel Berlin auf bis zu 1.340 Euro pro Autofahrer belaufen. Auch aus wirtschaftlicher Sicht steigt die finanzielle Belastung. Höhere Zeitaufwendungen im Güterverkehr senken die Produktivität der Fahrer und treiben die Kosten hoch. Hinzu kommen weitere Kostenfaktoren, die aus der stärkeren Umweltbelastung resultieren sowie höhere Unfallzahlen.

@CITY

Technische Lösungen sind gefragt

Bis 2050 wird es mehr als sechs Milliarden Großstadt-Einwohner geben. Der urbane Verkehr wird sich bis dahin verdreifachen. Durchdachte Infrastruktur aber auch Vernetzung und intelligente Verkehrsleitsysteme können Lösungsansätze bieten. Verkehrsplaner aber auch Industrie stehen vor großen Herausforderungen. Die Automobilbranche mit Zulieferern wie Bosch, ZF, Schaeffler oder Continental stellen ihre Mobilitätsstrategien neu auf. Forschungsinitiativen, wie @CITY mit 15 Partnern aus Automobilwirtschaft, Zulieferindustrie und Software-Firmen schließen sich zusammen, um gemeinschaftlich Lösungen für komplexe urbanen Räume zu ermöglichen. Anwendungen wie das automatisierte Fahren sollen so schneller im Straßenverkehr realisiert und sicher umgesetzt werden.

Daniel Przygoda

Daniel Przygoda aus Dortmund ist im Automobilbereich als Projektingenieur und Journalist tätig. Sein beruflicher Background aus den Bereichen Forschung und Entwicklung bei verschiedenen OEMs sowie Dienstleistern mit fundiertem Fachwissen bringt er mit seiner Leidenschaft für Autos zusammen.

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