Video: Kurzvorstellung zum Xpeng L03
Xpeng L03
- Kompaktes Elektro-SUV
- Elektroantrieb (Version mit Range-Extender folgt ab Herbst 2026)
- Reichweite: bis zu 520 km (WLTP)
- Preis ab: 35.600 Euro
Der Xpeng L03 ist das neue Einstiegsmodell der chinesischen Tech-Marke für Europa: 4,65 Meter lang, Platz für fünf Personen. Das Fahrzeug baut auf der neuen Smart Electric Platform Architecture 3.0 (SEPA 3.0) auf. Zum größeren Schwestermodell Xpeng G6 grenzt sich der L03 vor allem über Preis und Karosseriegröße ab, technisch teilen sich beide Modelle Teile der Plattform, jedoch verfügt der L03 über ein 400-Volt und der G6 über ein 800-Volt-System.

Wettbewerber
- Škoda Enyaq
- Tesla Model Y
- Cupra Tavascan
- Ford Capri
- VW ID.4
Mit einer Gesamtlänge von 4,65 Metern platziert er sich zwischen den Fahrzeugsegmenten der Kompakt- und Mittelklasse-SUVs.
Außendesign
Ein gefälliges Auto ist der Xpeng L03. Nicht mutig, nicht eigenständig markant, aber auf jeden Fall gefällig. Design-Chef ist Juanma Lopez, zehn Jahre lang Head of Exterior Design bei Ferrari. Man sieht dem Auto die sportliche Handschrift an: eine glatte Karosserieform mit fließendem Heck, das Xpeng selbst als Fastback bezeichnet. Rahmenlose Türen und Außenspiegel unterstreichen den Coupé-Charakter.

An der Front prägen bumerangförmige LED-Scheinwerfer das Bild, die sich in Flanke und Stoßfänger ziehen. Auf den ersten Blick ähnelt es ein wenig dem Design der Polestar- und Volvo-Modelle, wirkt aber gleichzeitig wie von einem Raumschiff inspiriert. Durch die horizontale Gestaltung wirkt die Front breiter, als sie ist. Verbaut wird normale LED-Technik, Matrix-LED-Scheinwerfer bietet Xpeng für den L03 nicht an. Serienmäßig rollt der L03 auf 18-Zoll-Leichtmetallrädern, in der Performance-Ultra-Version gibt es 20-Zöller mit gelb akzentuierten Bremssätteln. Das Heck schließt mit einem schmalen, durchgezogenen LED-Leuchtband ab. Insgesamt wirkt die Front breit und flach, das Fließheck läuft elegant aus.

Das cleane Design sorgt nicht nur für einen gefälligen Auftritt, sondern wurde zielgerichtet auf gute Aerodynamik entwickelt. Mit einem cw-Wert von 0,228, unterstützt von aktiven, bedarfsgesteuerten Lufteinlassklappen in der vorderen Schürze, die sich bei Bedarf öffnen und schließen. Auch die Türgriffe sind halbversenkt in die Karosserie eingelassen statt klassisch aufgesetzt, die serienmäßigen 18-Zoll-Leichtmetallräder sind aerodynamisch optimiert, dazu kommen rollwiderstandsoptimierte Reifen. Das ist ein richtig guter Wert für diese Fahrzeugklasse und wirkt sich direkt auf Verbrauch und Reichweite aus. Zusätzlich spart die serienmäßige Wärmepumpe laut Xpeng bei Kälte rund 6,7 Prozent und bei Hitze rund 6,3 Prozent Energie gegenüber einer klassischen elektrischen Zuheizung.
Farben und Räder
Für das Exterieur stehen fünf Lackierungen zur Wahl: Arctic White ist ohne Aufpreis erhältlich, Midnight Black und Rock Gray kosten je 950 Euro Aufpreis (bei allen Versionen), Silver Frost und Phantom Purple sind ebenfalls für 950 Euro erhältlich, allerdings nicht in der Standard-Range-Version. Exklusiv für die Performance-Ultra-Version gibt es die Black Edition für 1.200 Euro Aufpreis: komplett in Schwarz gehalten, inklusive schwarzer 20-Zoll-Felgen und schwarzer Bremssättel.
Maße und Gewichte
| Maße und Gewichte | Xpeng L03 |
|---|---|
| Abmessungen | |
| Länge | 4,65 m |
| Breite | 1,92 m |
| Höhe | 1,60 m |
| Radstand | 2,85 m |
| Wendekreis | 10,5 m |
| Stauraum | |
| Kofferraum hinten | 367–1.640 l |
| Frunk (Kofferraum vorne) | 89 l (Heckantrieb) / 44 l (Allradversionen) |
| Gewichte | |
| Leergewicht | 1.870–2.060 kg (je nach Version, mit/ohne Anhängerkupplung) |
| Zuladung | 385–425 kg (je nach Version) |
| Zulässiges Gesamtgewicht | 1.945–2.135 kg (je nach Version) |
| Anhängelast (gebremst/ungebremst) | 1.500 kg / 750 kg |
| Stützlast | 75 kg |
| Dachlast (Traglast Gepäckträger) | 75 kg |


Innenraum
Der Innenraum knüpft an die Formensprache des Exterieurs an: keine Überraschungen, sondern ein harmonischer, ruhiger Auftritt. Das Cockpit ist minimalistisch gehalten. Das Armaturenbrett zieht sich fließend in die Türverkleidungen hinein. Bei Dunkelheit unterstreicht eine diffuse, individuell anpassbare Ambientebeleuchtung mit 256 Farben die Linienführung und zieht sich durch den gesamten Innenraum, schön indirekt und elegant umgesetzt. Die Materialien und Verarbeitung machen einen durchweg positiven Eindruck: Weiche Kunststoff-Oberflächen finden sich nahezu überall, nicht nur an den klassischen Kontaktpunkten. Bei den Polstern hat man die Wahl zwischen hellen „Light Gray“ und dunklen „Dark Gray“ Kunstledersitzen, der Dachhimmel ist mit schwarzem Velours bezogen. Ein Panoramaglasdach sorgt für einen lichten Innenraum. Die spezielle Wärmeschutzverglasung mit Silberbeschichtung soll ein zu starkes Aufheizen verhindern. Eine Verdunklungsmöglichkeit in Form eines Rollos gibt es nicht.

Praktisch gedacht sind die Ablagemöglichkeiten. Außergewöhnlich sind die verschiedenen Gewindeaufnahmen und Magnethalterungen, die im gesamten Fahrzeuginnenraum verteilt sind und an denen sich Zubehör befestigen lässt.
Cockpit
- 8,88 Zoll digitales Kombiinstrument
- Head-up-Display
- Beheizbares Multifunktionslenkrad
Als Fahrer hat man ein kleines, griffiges, oben und unten abgeflachtes Multifunktionslenkrad in der Hand. Im Vergleich zur chinesischen Version gibt es hier zusätzlich ein digitales Kombiinstrument. Ergänzend dazu projiziert ein großes, 26,8 Zoll messendes Head-up-Display Informationen, aber auch Kameraeinblendungen in das direkte Sichtfeld.
Der Sprachassistent „Hey Xpeng“ arbeitet mit Vier-Zonen-Erkennung. Das System kann unterscheiden, wer im Auto gerade spricht, und darauf reagieren. Dank KI-gestützter Spracherkennung funktionieren dabei natürliche, umgangssprachliche Eingaben in mehreren Sprachen, ein Sprachwechsel mitten im Gespräch ist laut Xpeng ebenfalls möglich. Wie zuverlässig das im Alltag klappt, muss jedoch ein ausführlicher Test noch zeigen.
Unter dem Namen XPILOT bündelt Xpeng mehr als 13 Assistenzsysteme, die je nach Ausstattungslinie variieren: von Grundfunktionen wie adaptivem Tempomat (ACC), Spurzentrierung (LCC) und Verkehrszeichenerkennung (TSR) bis zum aktiven Spurwechselassistenten (ALC) und dem Next Generation Pilot (NGP) mit Level-2+-Fähigkeiten, die exklusiv der Performance Ultra vorbehalten sind.

Infotainmentsystem
- 15,6 Zoll Touchscreen
- Integriertes Google-Navigationssystem
- Kabellose Smartphone-Integration über Android Auto und Apple CarPlay
- Over-the-Air-Updates
Hier haben in der Vergangenheit viele etablierte Hersteller eine schwache Performance gezeigt und Kunden verärgert. Xpeng setzt eigene, leistungsstarke Prozessoren ein (MT8676, in der Ultra-Version zusätzlich unterstützt vom hauseigenen Turing-AI-Chip) und hält die Software per OTA aktuell. Wie reaktionsschnell und intuitiv sich das System im Alltag wirklich bedienen lässt, kann ich nach einem kurzen Presse-Rundgang noch nicht abschließend beurteilen. Das gehört in den ausführlichen Fahrbericht.

Sitze vorne
- Elektrische Sitzverstellung mit Memory-Funktion
- Sitzheizung und Sitzbelüftung
- Massagefunktion in der Top-Version „Performance Ultra“
Positiv fällt der Sitzkomfort auf. Die Polster sind angenehm weich, beim statischen Ersteindruck scheinen Seitenhalt und Passform gelungen, vor allem die Dimensionierung der Sitzfläche beziehungsweise Oberschenkelauflage ist großzügig. Bereits die Einstiegsversion bietet neben Sitzheizung auch Sitzbelüftung. Das ist in dieser Preisklasse keine Selbstverständlichkeit. Kurios: Die Lendenwirbel-Entspannungsfunktion für den Fahrersitz gibt es in Standard Range, Long Range und Performance, nicht aber im eigentlichen Topmodell Performance Ultra, das dafür mit Massagesitzen ausgestattet ist.

Sitze hinten
Der Fond begeistert mit üppigen Platzverhältnissen. Nicht nur das serienmäßige Panoramadach sorgt für eine luftige Atmosphäre, auch der Platz selbst ist reichlich bemessen: ein ebener Fahrzeugboden und großzügig dimensionierte Sitzflächen sorgen trotz der coupéartig abfallenden Dachlinie für ausreichend Kopf- und Beinfreiheit, laut Xpeng eine direkte Folge des langen 2,85-Meter-Radstands. Praktisch gelöst sind auch die Ablagen für Passagiere im Fond: Haken zum Aufhängen, magnetische Haltepunkte für Zubehör und ein Haltesystem in der Rückenlehne der Vordersitze. Unter dem Rücksitz auf der Fahrerseite befindet sich zusätzlich eine 10-Liter-Schublade mit Stauraum. In der Mitte lässt sich eine Armlehne mit integrierten Getränkehaltern herunterklappen, die Rückenlehne ist manuell neigbar.

Was hinten fehlt: eine Sitzheizung. Diese Option hätte ich mir gewünscht. Das wäre die Kirsche auf der Torte gewesen, zumal die Rücksitze ansonsten sehr gut nutzbar sind.


Isofix-Halterung
Der L03 bietet Isofix-Aufnahmen im Fond sowie eine manuelle Kindersicherung hinten. Zusätzlich verfügt er über eine direkte Kinderpräsenzerkennung, die erkennt, ob ein Kind im Fahrzeug zurückgelassen wurde, ein Sicherheitsfeature, das serienmäßig in allen Versionen an Bord ist. Zur genauen Position der Isofix-Punkte (außen oder auch Mitte) sowie zu einem Top-Tether macht Xpeng in den vorliegenden Unterlagen keine Angabe.

Kofferraum
- Kofferraumvolumen 367 bis 1.640 Liter
- Rücksitzlehne teilbar: 40:20:40
- Elektrische Heckklappe
- Haltesystem für Organizersystem
Die Heckklappe des Xpeng L03 öffnet elektrisch. Der Karosserieausschnitt wirkt großzügig. Der gute Platzbedarf auf der Rücksitzbank geht hier jedoch ein wenig zulasten des Kofferraums, der sich für diese Fahrzeugklasse im Vergleich zu anderen Modellen nicht durch seine Größe hervorhebt. 367 Liter sind für ein Auto dieser Länge eher knapp bemessen, das räumt letztlich auch Xpeng selbst mit dem Verweis auf den größeren G6 für Familien mit viel Gepäck ein. Punkten kann der L03 dafür mit Praktikabilität: Ein Haltesystem für Zubehör im Kofferraum, gut erreichbare Hebel zum Einstellen und Umlegen der im Verhältnis 40:20:40 geteilten Rücksitzbank. Bei komplett umgeklappter Rückbank misst die Ladefläche laut Xpeng rund 1,80 auf 1,50 Meter, genug, um auch sperrige Gegenstände flach zu verstauen. Unter dem Rücksitz sorgt zusätzlich die bereits erwähnte 10-Liter-Schublade für Ordnung.

Frunk
Zusätzlichen Stauraum unter der Fronthaube bietet der Frunk. Bei den Hinterradantrieb-Versionen (Standard Range, Long Range) bietet er ein Fassungsvermögen von rund 89 Litern, bei den Allradversionen (Performance, Performance Ultra) sind es 44 Liter, weil dort der zusätzliche Frontmotor Platz beansprucht. Praktisch: Die Auskleidung ist laut Xpeng pflegeleicht, der Frunk eignet sich also nicht nur zum Verstauen des Ladekabels, sondern auch für nasse oder verschmutzte Gegenstände.


Technische Daten
| Technische Daten | Standard Range | Long Range | Performance | Performance Ultra |
|---|---|---|---|---|
| Antrieb | ||||
| Antriebsart | Heckantrieb (RWD) | Heckantrieb (RWD) | Allradantrieb (AWD) | Allradantrieb (AWD) |
| Motorisierung | Elektroantrieb (BEV) | |||
| Motor | ||||
| Leistung (System) | 180 kW / 245 PS | 180 kW / 245 PS | 285 kW / 388 PS | 285 kW / 388 PS |
| Drehmoment (System) | 264 Nm | 264 Nm | 431 Nm | 431 Nm |
| Batterie | ||||
| Speichertechnik | LFP (Lithium-Eisenphosphat) | |||
| Batteriekapazität (brutto) | 58,3 kWh | 71,2 kWh | 71,2 kWh | 71,2 kWh |
| Fahrleistungen | ||||
| Beschleunigung 0–100 km/h | 7,5 s | 6,6 s | 4,5 s | 4,5 s |
| Höchstgeschwindigkeit | 180 km/h | |||
| Verbrauch und Reichweite (WLTP) | ||||
| Verbrauch kombiniert | 15,3 kWh/100 km | 16,0 kWh/100 km | 18,4 kWh/100 km | 18,4 kWh/100 km |
| CO₂-Emissionen kombiniert | 0 g/km | |||
| Reichweite kombiniert | 445 km | 520 km | 440 km | 440 km |

Ladezeiten
| Stecker, Ladetyp | Max. Ladeleistung | Lade-Zeit (h:mm) |
|---|---|---|
| Typ 2 Wechselstrom (AC) Wallbox, Ladesäule | 11 kW (alle Versionen) | 6:48 (Standard Range) 8:18 (Long Range, Performance, Performance Ultra) 5–100 % |
| CCS Gleichstrom (DC) Schnellladestation | 193 kW (Standard Range) 236 kW (Long Range, Performance, Performance Ultra) | 0:20 10–80 % |

Der L03 setzt nicht auf die 800-Volt-Architektur seines größeren Bruders G6, sondern auf eine 400-Volt-Basis, erreicht aber trotzdem bis zu 236 kW Peak-Ladeleistung. Xpeng selbst nennt zusätzlich einen Wert von 18 Minuten für den Sprung von 20 auf 80 Prozent, das ist für diese Preisklasse und Spannungslage ein richtig starker Wert. Die meisten 400-Volt-Konkurrenten, etwa auf Basis der VW-MEB-Plattform, brauchen hierfür spürbar länger.
Preise und Ausstattung
Der Xpeng L03 wird aktuell in vier Varianten angeboten. Die Standard-Lackierung ist weiß. Optional stehen vier weitere Farben zur Wahl. Beim Interieur gibt es wahlweise Kunstleder-Polster in hell- oder dunkelgrau.
Modellvarianten
| Xpeng L03 | Ausstattungs-Highlights |
|---|---|
| Standard Range RWD, Reichweite: 445 km ab 35.600 Euro | 18-Zoll-Leichtmetallräder, LED-Scheinwerfer mit Lichtsensor, rahmenlose Türen und Außenspiegel, beheizte und belüftete Vordersitze mit Memory-Funktion, 2-Zonen-Klimaautomatik, 26,8″ Head-up-Display, Panoramaglasdach, 256-Farben-Ambientebeleuchtung, Infotainmentsystem mit 15,6″ Touchscreen, induktive Smartphone-Ladestation mit Belüftung (50 Watt), Soundsystem mit 9 Lautsprechern plus 2 Kopfstützen-Lautsprechern, über 13 Assistenzsysteme (u. a. Notbremsassistent, Spurzentrierung, 360-Grad-Kamera, automatischer Park-Assistent inklusive Smartphone-Fernsteuerung), Wärmepumpe, Vehicle-to-Load (V2L) mit bis zu 6 kW externer Stromversorgung |
| Long Range RWD, Reichweite: 520 km ab 38.600 Euro | zusätzlich/abweichend: (Ausstattung identisch mit Standard Range) |
| Performance AWD, Reichweite: 440 km ab 41.600 Euro | zusätzlich/abweichend: (Ausstattung identisch mit Standard Range) |
| Performance Ultra AWD, Reichweite: 440 km ab 46.600 Euro | zusätzlich/abweichend: 20-Zoll-Leichtmetallräder, aktiver Spurwechselassistent, teilautonomes Fahren auf Level 2+, Vordersitze mit Massagefunktion, Soundsystem mit 18 Lautsprechern, aktive Geräuschunterdrückung im Innenraum |
Auslieferung der reinen Elektroversionen ab dem vierten Quartal 2026, bestellbar ist der L03 bereits jetzt. Ab Herbst 2026 ergänzt die Range-Extender-Variante L03 REEV das Angebot, mit einer rein elektrischen Reichweite von rund 215 Kilometern und einer Gesamtreichweite von bis zu 1.000 Kilometern dank eines 1,5-Liter-Benziners, der ausschließlich als Generator arbeitet.
Xpeng gibt sieben Jahre oder 160.000 Kilometer Fahrzeuggarantie sowie acht Jahre Garantie auf die Hochvoltbatterie (bis 160.000 km).
Sonderausstattung
- Lackierungen: Phantom Purple, Silver Frost, Rock Grey, Midnight Black
+950 Euro - Anhängerkupplung, manuell
+990 Euro - Black Edition (Performance Ultra)
+1.200 Euro


Kaufempfehlung
Die Long Range für 38.600 Euro ist der Sweetspot. Für 3.000 Euro Aufpreis gegenüber der Standard Range gibt’s eine um 75 Kilometer größere WLTP-Reichweite und die gleiche 236-kW-Ladeleistung wie die teureren Performance-Versionen, und damit aus meiner Sicht das beste Verhältnis aus Preis und Alltagstauglichkeit. Wer Allradantrieb und deutlich mehr Leistung will, greift zur Performance für 41.600 Euro. Wer ein hohes Augenmerk auf pilotiertes Fahren legt, sollte sich noch bis Anfang 2027 gedulden. Hier fehlt es aktuell noch an der gesetzlichen Grundlage. Ebenso muss der Xpeng L03 beweisen, wie gut der Next Generation Pilot wirklich funktioniert.

Stärken und Schwächen
Vorteile
- Günstiger Einstiegspreis ab 35.600 Euro
- Umfangreiche Serienasstattung
- Sehr gute Garantieabdeckung: 7 Jahre auf das Fahrzeug, 8 Jahre auf die Antriebsbatterie
- Starke DC-Ladeleistung trotz reiner 400-Volt-Technik (20 auf 80 Prozent in 18 Minuten)
- Gute Rundumsicht
- Niedriger Wendekreis
- Umfangreiche Serienausstattung schon in der Basisversion, keine Zusatzkosten für Online-Services (OTA, App-Nutzung)
Nachteile
- Kein Matrix-LED verfügbar
- Für die Fahrzeugklasse vergleichsweise kleiner Kofferraum (367 Liter) und niedrige Zuladung
- Keine Sitzheizung im Fond
- Interieur ausschließlich mit Kunstleder verfügbar, kein Stoff, kein Nappaleder
- Noch ausbaufähiges Händler- und Werkstattnetz in Deutschland

Fazit
Xpeng lässt es mit dem L03 ordentlich knallen. Die Fachpresse ist beeindruckt, die Konkurrenz dürfte überrascht sein: Ansprechendes Design, sieben Jahre Garantie, starke Ladeleistung und eine umfangreiche Serienausstattung ab 35.600 Euro: Dieses Paket ist wirklich stark. Wer hätte das von einer jungen, in Deutschland noch weitgehend unbekannten Marke erwartet? Hier scheint sich die Geschichte von Tesla in Teilen zu wiederholen: eine Marke, die nicht über Marge, sondern über Tempo und Softwarekompetenz wachsen will. Auf dem Papier überzeugt der L03 auf ganzer Linie und hat das Zeug zum Erfolgsschlager. Ob er das auch auf der Straße einlöst, zeige ich euch im ausführlichen Test.

Fotos: Giolina Marie Güttler; Daniel Przygoda

