Kompakt-SUV mit Plug-in-Hybrid: Besser als VW Tiguan? Der neue JAECOO 7 PHEV überzeugt mit einem starken Preis-Leistungsverhältnis.
Fahrbericht, Jaecoo

Jaecoo 7 PHEV im Test: Der Tiguan-Killer aus China?

1.200 Kilometer Gesamtreichweite, sieben Jahre Garantie und ein Preis, der den VW Tiguan alt aussehen lässt – der Jaecoo 7 PHEV kommt mit großen Versprechen nach Deutschland. Auf einem Fahrevent konnte ich das neue C-SUV der Chery-Tochtermarke ausgiebig unter die Lupe nehmen und selbst ans Steuer. Was steckt wirklich hinter dem markanten Kühlergrill?

Jaecoo 7 PHEV

  • Mittelklasse-SUV (C-Segment)
  • Plug-in-Hybrid mit 90 km elektrischer Reichweite
  • Ab 36.900 Euro
  • 7 Jahre Fahrzeuggarantie
Jaecoo 7 PHEV "Exclusive" in Moonlight Silver

Wer ist Jaecoo – und was ist der Jaecoo 7?

Hinter Jaecoo steckt Chery Automobile, einer der größten Autoexporteure Chinas, gegründet 1997. Für den europäischen Markt hat Chery zwei eigenständige Export-Marken aufgebaut: Omoda und Jaecoo. Während Omoda eher lifestyle- und design-orientiert positioniert ist, steht Jaecoo für Allround mit urbanem Stil.

Meistverkauftes Auto in Großbritanien

Chery ist in Europa keine unbekannte Größe mehr: In Spanien, Frankreich, Polen, Großbritannien und vielen weiteren Ländern sind die Modelle seit einigen Jahren erhältlich. In Großbritannien war der Jaecoo 7 im Januar und März 2026 sogar das meistverkaufte Modell des jeweiligen Monats mit über 10.000 verkauften Einheiten.

Platz 1 bei JD-Power

In der JD Power Studie 2025 zu Qualität, Zuverlässigkeit und Service belegte Chery den ersten Platz.

Omoda und Jaecoo in Deutschland

Für Deutschland startet Chery nun mit den Modellen Jaecoo 7 PHEV und Omoda 9 PHEV. Bis Mai 2026 sollen 40 Händlerstandorte aktiv sein, bis Ende 2026 sollen es 100 werden, mittelfristig sind 240 Standorte geplant. Für die Ersatzteilversorgung kooperiert Chery mit Kühne und Nagel. Rund 99 Prozent aller Teile sollen innerhalb von 24 Stunden lieferbar sein.

LED-Lichtband am Heck des Jaecoo 7 PHEV in Moonlight Silver und schwarzem Dach

Jaecoo 7 – die Alternative zum VW Tiguan?

Der Jaecoo 7 PHEV ist das Volumenmodell und tritt direkt im C-SUV-Segment an – dem aktuell größten Marktsegment in Deutschland. Der stärkste Wettbewerber ist der VW Tiguan. Der direkte Preisvergleich fällt eindeutig aus: Der Jaecoo 7 startet als Plug-in-Hybrid ab 36.900 Euro, die Top-Ausstattung Exclusive liegt bei 39.900 Euro. Der Tiguan hingegen startet in der Basisversion bei knapp 39.000 Euro – ohne Plug-in-Hybrid. Wer den Tiguan als eHybrid möchte, zahlt laut aktueller Preisliste ab rund 52.000 Euro. Das ist ein Unterschied von über 15.000 Euro – für ein Fahrzeug im selben Segment.

Wer weitere Alternativen im Plug-in-Hybrid-Segment sucht, kann sich auch folgende Modelle ansehen, die ich ebenfalls getestet habe:

JAECOO 7 - Die Alternative zum VW Tiguan?

Außendesign

  • LED-Scheinwerfer
  • 19 Zoll Leichtmetallräder
  • Elektrisch ausfahrende Türgriffe

Das dominanteste Merkmal des Jaecoo 7 PHEV ist der riesige, nahezu die gesamte Fahrzeugfront einnehmende Kühlergrill mit senkrechten Streben und einem in den Grill eingelassenen Jaecoo-Schriftzug. Funktional braucht es diesen Grill in dieser Größe nicht aber er verleiht dem Auto eine sehr charakterstarke, eigenständige Handschrift mit echtem Wiedererkennungswert.

Die Lichtsignatur der mehrteiligen LED-Scheinwerfer im Pixel-Design wirkt dagegen vergleichsweise dezent. Die Fensterlinie und die Außenspiegelabdeckungen sind in Schwarz abgesetzt. Die elektrisch ausfahrenden Türgriffe passen perfekt zum cleanen Erscheinungsbild, sind aber gewöhnungsbedürftig. Das Heck ziert ein breites, durchgehendes Leuchtband mit Jaecoo-Schriftzug sowie markante senkrechten Kiemen an den Radhäusern.

Insgesamt ist das ein elegantes, mutig gezeichnetes Außendesign, das im Detail sehr stimmig umgesetzt wurde. Wer einen Range Rover aus der Ferne gesehen und ihn sich nie leisten können wird, dürfte beim Jaecoo 7 mehr als einmal zweimal hinschauen.

Maße und Gewichte

Maße und GewichteJaecoo 7 PHEV
Abmessungen
Länge4,50 m
Breite1,87 m
Höhe1,67 m
Wendekreis11,0 m
Gepäckraum hinten340–1.265 l
Gewichte
Leergewicht1.870 kg
Zuladung440 kg
zul. Gesamtgewicht2.310 kg
Anhängelast, gebremst/ungebremst1.500 kg/750 kg
Stützlastn. b.
Dachlast75 kg

Innenraum

  • Ambientebeleuchtung
  • Smartphone-Ladestation (Induktivladung mit 50 Watt)
  • Gekühltes Staufach in Armlehne

Auf den ersten Blick ist der Innenraum auffallend schlicht. Aber wer genauer hinschaut, merkt: Hier wurde mit Sorgfalt gearbeitet. Der schwarze Dachhimmel schafft eine edle, geschlossene Atmosphäre. Die Ambientebeleuchtung mit 128 Farben ist dezent in die vorderen und hinteren Türverkleidungen integriert. Die Bügel an den Türinnenverkleidungen im Metall-Look sind solide und robust ausgeführt. Die Bedieneinheit in der Türverkleidung – mit Schaltern für Fensterheber und Spiegeleinstellung – ist sehr benutzerfreundlich gestaltet und sofort intuitiv zu bedienen.

Der Innenraum im JAECOO 7 Exclusive macht eine sehr guten Eindruck: Hohe Verarbeitungsqualität, ansprechendes Design und weiche Materialien.

Die breite Mittelkonsole bietet reichlich Stauraum. Besonders gut gelöst ist die Ablage für Smartphones direkt unterhalb des Touchscreens: Eine der Ablageflächen verfügt über induktives Laden mit aktiver Kühlung, die das Gerät beim Ladevorgang vor Überhitzung schützt. Das große Staufach in der Mittelarmlehne öffnet zweiflüglig und ist aktiv gekühlt.

Cockpit

  • 10,25-Zoll-Digitalinstrument
  • Head-up-Display (Exclusive)
  • Lenkradheizung

Das digitale 10,25-Zoll-Kombiinstrument zeigt alle fahrrelevanten Informationen übersichtlich an. Die Darstellung ist jedoch etwas klein dimensioniert. Das nüchterne Design der grafischen Oberfläche erinnert an andere chinesische Hersteller, ist aber sauber und funktional.

Fahrerperspektive: Digitaltacho und Head-up-Display. Lenkrad mit Touch-Bedienflächen in hochglanz-schwarz.

Eine sehr sinnvolle Ergänzung ist das Head-up-Display (nur in der Exclusive-Variante), das hochauflösend die wichtigsten Infos, wie Geschwindigkeit, Navigation, Warnhinweise, direkt ins Sichtfeld des Fahrers projiziert.

Das Lenkrad liegt gut in der Hand, der Lenkradkranz ist angenehm dimensioniert und nicht zu dick. Über Drückflächen lassen sich Fahrerassistenzsysteme und die Lautstärke steuern. Besonders praktisch: Eine frei programmierbare Taste, auf der man eine Lieblingsfunktion hinterlegen kann.

Infotainmentsystem

  • Integriertes Navigationssystem
  • Android Auto und Apple CarPlay kabellos

Das zentrale Bedienelement ist ein hochformatiger Touchscreen mit integriertem Navigationsystem. Erster Eindruck: kurze Ladezeiten, schnelle Reaktionen, klare Menüstruktur. Nichts ruckelt, oder lädt lange.

14,8 Zoll Touchscreen: Integrierte Navigation, Kameraeinblendungen beim Abbiegen und Klimaeinstellungen

Eine fixierte Leiste am unteren Displayrand gibt direkten Zugriff auf Fahrzeugeinstellungen, Temperaturzonen der Klimaanlage und das Klimamenü – gut gelöst. Allerdings sind manche Klimafunktionen, etwa die Sitzheizungseinstellungen, etwas tiefer in Untermenüs vergraben als nötig. Da wäre weniger Klicktiefe wünschenswert.

Das Infotainmentsystem bietet eine kabellose Smartphone-Integration über Android Auto und Apple CarPlay. Neben der induktiven Ladestation mit 50 Watt gibt es je zwei USB-Anschlüsse vorne und hinten (Typ A + Typ C).

Sitze mit vielen Komfortfunktionen

  • Elektrische Sitzverstellung
  • Sitzheizung serienmäßig, Sitzbelüftung bei Exclusive
  • Kunstleder-Polster

Die vorderen Sitze bieten guten Seitenhalt, sind dabei aber nicht zu eng geschnitten. Wirklich überzeugend sind die Komfortfunktionen, die man in dieser Fahrzeugklasse so nicht unbedingt erwartet: In der Exclusive-Variante sind Fahrer- und Beifahrersitz sechsfach elektrisch verstellbar, beide verfügen über eine Sitzheizung sowie eine Sitzbelüftung.

Kunstledersitze, 6-Fach verstellbar mit Memory-Funktion: Sitzheizung und Sitzbelüftung

Rücksitze: Erstaunlich viel Platz

Das Platzangebot in der zweiten Reihe ist überdurchschnittlich gut. Kopf- und Beinfreiheit sind auch für Erwachsene angenehm. Der Mittelsitz ist dank fehlendem Mitteltunnel und kompakter Mittelkonsole im Fußraum gut nutzbar.

Gute Platzverhältnisse hinten: Der Jaecoo 7 bietet viel Kopf- und Beinfreiheit, sowie hohen Sitzkomfort. Im Fond gibt es eigene Lüftungsdüsen, USB-Anschlüsse und viele Ablagemöglichkeiten.

Wer noch mehr Beinfreiheit im Fond möchte: Über eine eigene Verstellmöglichkeit an der Rückenlehne kann der Beifahrersitz von hinten weiter nach vorne geschoben werden. Das kennt man sonst eher aus großen Limousinen – hier ist es serienmäßig. Eine nette Überraschung. In der Mittelkonsole finden sich eigene Lüftungsdüsen für den Fond sowie zwei USB-Anschlüsse. Sehr praktisch: Die Rückseiten der Vordersitze verfügen über Taschen mit verschiedenen Einschubfächern – auch für Smartphones.

Beifahrersitz lässt sich über Tasten seitlich an der Rückenlehne einstellen (Vorfahren und Sitzlehnenverstellung)

Kleines, aber sehr gut gelöstes Detail: Die Isofix-Halterungen für Kindersitze sind hinter integrierten Klappen versteckt, die einfach hochgeschoben werden. So verliert man die Abdeckungen nicht, und die Halterungen sind schnell zugänglich.

Isofix-Halter im Jaecoo 7 befinden sich hinter Kunststoff-Klappen, die sich bequem hochklappen lassen und einen leichten Zugang zum Haltesystem bieten.

Kofferraum: Praktisch organisiert

  • Elektrische Heckklappe
  • Kofferraumvolumen: 340 bis 1.265 Liter

Mit 340 Litern ist der Kofferraum im Klassenvergleich solide, aber kein Ausreißer nach oben. Werden die Rücksitzlehnen (Teilungsverhältnis 60:40) umgeklappt, wächst das Volumen auf bis zu 1.265 Liter.

Kofferraumvolumen im Jaecoo 7 PHEV beträgt 340 Liter, erweiterbar auf 1.265 Liter mit ebener Ladefläche. Die Rücksitzbank hat ein Teilungsverhältnis von 60:40. Die Heckklappe öffnet und schließt elektrisch und es gibt viele Verzurrmöglichkeiten.

Im Inneren des Kofferraums gibt es mehrere Verzurrmöglichkeiten für sicheres Gepäcktransport. Unter dem Kofferraumboden befindet sich ein geordnetes Ablagefach – zum Beispiel für das Ladekabel-Equipment. Apropos Ladekabel: Serienmäßig sind ein Mode-3-Kabel (22 kW, 5 m) und ein Mode-2-Kabel (3,7 kW, 5 m).

Unter dem Gepäckraumboden befinden sich Abagefächer: Ladekabel lassen sich ordentlich verstauen.

Technische Daten

Technische DatenJaecoo 7 PHEV
AntriebsartFrontantrieb (FWD)
MotorisierungPlug-in-Hybrid (PHEV)
TreibstoffartStrom/Benzin
GetriebeAutomatik, 1-Gang DHT
Motoren
Verbrennungsmotor1.5 TGDI
MotorartVierzylinder Benziner (Turbomotor)
Hubraum1499 cm3
Leistung 105 kW/ 143 PS
Drehmoment 215 Nm
Elektromotor VorderachsePermanentmagnetisierter Synchronmotor,
150 kW (204 PS)
310 M
Systemleistung205 kW (279 PS)
365 Nm
Batterie
SpeichertechnikLFP (Lithium-Eisenphosphat)
Batteriekapazität18,3 kWh
Fahrleistungen
Beschleunigung, 0–100 km/h8,5 s
Höchstgeschwindigkeit180 km/h
(120 km/h elektrisch)
Verbrauch bei entladener Batterie, kombiniert (WLTP)6,0 l/100 km
Stromverbrauch, kombiniert15,1 kWh/100 km
Reichweite (WLTP)1.200 km
Reichweite elektrisch (WLTP)90 km
Plug-in-Hybrid-Antrieb 205 kW (279 PS): 1,5-Liter TDGI-Motor und 2 Elektromotoren für Antrieb und Generator

Fahreindruck: Souverän und unaufgeregt – mit echtem Charakter

Der Jaecoo 7 PHEV ist kein Sportwagen, und das soll er auch gar nicht sein. Was er stattdessen bietet, ist ein sehr gut abgestimmter, entspannter Hybridantrieb. Das Zusammenspiel aus 150-kW-Elektromotor und 1,5-Liter-Turbobenziner mit dem speziellen DHT-Hybridgetriebe funktioniert geschmeidig – der Übergang zwischen reinem Elektrobetrieb und Hybridbetrieb ist kaum spürbar.

Armaturenbrett im Jaecoo 7 PHEV 2026: Digitaltacho und Zentraldisplay im Hochformat (14,8 Zoll Touchscreen)

Das Fahrwerk kommt sehr gut mit schlechten Fahrbahnoberflächen zurecht und federt ordentlich. Die Lenkung wurde laut Hersteller speziell für den europäischen Markt kalibriert und bietet auf kurvigen Landstraßen ein direkteres Feedback als man von einem chinesischen SUV dieser Klasse erwarten würde.

mit 19 Zoll Leichtmetallräder (aerodynamisch optimiert)

Die Rundumsicht ist gut. Beim Abbiegen wird automatisch ein Kamerabild des Totwinkelbereichs eingeblendet, was sehr hilfreich im Stadtverkehr ist. Das Kamerasystem ist hochauflösend und bietet eine kmplette Rundumsicht, die das Einparken und Rangieren erleichtert.

Hochauflösendes 360-Grad-Kamerasystem mit 3d-Ansicht im Jaecoo 7

Die Rekuperation lässt sich in drei Stufen einstellen, ein One-Pedal-Drive ist jedoch nicht möglich. Die Fahrerassistenzsysteme funktionieren gut und unauffällig. Insgesamt: ein Fahrzeug, das Spaß macht – nicht durch Sportlichkeit, sondern durch Souveränität und einem sehr hohen elektrischen Fahranteil.

Die Rekuperation im Jaecoo 7 PHEV lässt sich in 3 Stufen über das Zentraldisplay anpassen.

Ladezeiten

Lade-TypLade-LeistungKapazitätLade-Zeit (h:mm)
Wechselstrom-Schnelllader, AC
Typ2-Stecker, Icon
1-phasig
6,6 kW
0–100 %3:20
Gleichstrom-Schnelllader, DC
CCS-Stecker, Icon
40 kW30–80 %0:20
Jaecoo 7 PHEV: DC-Laden mit bis zu 40 kW über CCS (30–80 % in 20 Minuten). Per Adapter kann die V2L-Funktion (Vehicle-to-Load) genutzt werden.

Preise und Ausstattung

Der Jaecoo 7 PHEV ist in zwei Ausstattungslinien erhältlich. Die Garantie auf das Fahrzeug beträgt 7 Jahre bis 150.000 Kilometer und 8 Jahre bis 160.000 Kilometer auf die Antriebsbatterie und Komponenten des Elektroantriebs.

Jaecoo 7 PHEVAusstattungs-Highlights
Select
ab 36.900 Euro
19-Zoll-Leichtmetallräder, LED-Scheinwerfer, Kunstleder-Polster, elektrisch verstellbare Sitze vorne, Sitzheizung vorne und hinten, Lenkradheizung, 2-Zonen-Klimaautomatik, Infotainmentsystem mit 13,2 Zoll-Touchscreen, integriertes Navigationssystem, kabellose Smartphone-Integration (Android Auto, Apple CarPlay), induktive Smartphone-Ladestation, Ambientebeleuchtung, V2L-Funktion (3,3 kW externe Stromabgabe), Mode-2- und Mode-3-Ladekabel
Exclusive
ab 39.900 Euro
zusätzlich/abweichend:
LED-Nebelscheinwerfer vorne, Frontscheibenheizung, Außenspiegel elektrisch heiz- und klappbar, Head-up-Display (HUD), automatisch abblendender Innenspiegel, Fahrersitz mit Memory-Funktion, Sitzheizung und Sitzbelüftung vorne, Beifahrersitz mit Komfortsteuerung, Infotainmentsystem mit 14,8 Zoll-Touchscreen, Rundumsichtkamera, Sony Soundsystem, elektrisches Panorama-Glasdach mit Sonnenschutzrollo

Stärken und Schwächen

Stärken

  • Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis mit umfangreicher Serienausstattung
  • Geschmeidiger Hybridantrieb – Wechsel zwischen E-Motor und Verbrenner kaum spürbar
  • Clevere Detaillösungen: gekühltes Staufach, belüftete Ladeablage, Isofix-Klappen
  • Sehr gutes Kamerasystem und Assistenz beim Einparken/Rangieren
  • 7 Jahre Fahrzeuggarantie

Schwächen

  • Frontantrieb: Heck- oder Allradantrieb wäre die bessere Wahl für 205 kW Systemleistung
  • Kombiinstrument: Anzeigendarstellung etwas klein dimensioniert
  • Klimaeinstellungen teils tief in Untermenüs vergraben
  • Marke in Deutschland noch neu – Händlernetz im Aufbau
JAECOO 7 PHEV Exclusive ab 39.900 Euro im Test - Besser als VW-Tiguan?

Fazit: Mehr als nur ein Preisbrecher

Der Jaecoo 7 PHEV ist kein billiges Auto – er ist ein günstiges. Das ist ein großer Unterschied. Wer im C-SUV-Segment einen Plug-in-Hybrid sucht, zahlt beim VW Tiguan eHybrid ab rund 52.000 Euro, beim Ford Kuga PHEV oder MG HS PHEV bewegt man sich ebenfalls deutlich jenseits der 40.000 Euro. Der Jaecoo 7 PHEV startet bei 36.900 Euro – vollausgestattet, ohne Kompromisse bei der Serienausstattung.

Aber der Preis allein wäre kein Argument, wenn das Gesamtpaket nicht stimmen würde. Und es stimmt: durchdachter Innenraum, geschmeidiger Hybridantrieb, clevere Detaillösungen und eine Garantie, die in der Klasse ihresgleichen sucht. Dass der Jaecoo 7 in Großbritannien monatelang das meistverkaufte Auto war, ist kein Zufall – unsere europäischen Nachbarn haben das offenbar schon verstanden.

Mein erster Eindruck beim Fahrevent war eindeutig: starker Auftritt, starkes Paket, starker Preis. Der Jaecoo 7 PHEV ist einer, den man ernst nehmen muss.

Kompakt-SUV mit Plug-in-Hybrid: Besser als VW Tiguan? Der neue JAECOO 7 PHEV überzeugt mit einem starken Preis-Leistungsverhältnis.

Daniel Przygoda

Daniel Przygoda ist Automobil-Journalist aus Dortmund und Gründer von 3ve-Blog.de. Was ihn von vielen anderen Autojournalisten unterscheidet: Er kennt die Automobilindustrie nicht nur von Presseterminen und Testfahrten, sondern aus eigener beruflicher Erfahrung.

Seine Karriere in der Automobilbranche begann 2001 im Opel-Werk Bochum. Seitdem hat er mehr als zwei Jahrzehnte Erfahrung in unterschiedlichen Bereichen der Automobilindustrie gesammelt – unter anderem in Forschung und Marktanalyse in einer langjährigen Zusammenarbeit mit dem renommierten Automobilexperten Prof. Dr. Ferdinand Dudenhöffer sowie in der Fahrzeugentwicklung, Systemintegration und Industrialisierung bei verschiedenen OEMs und Tier-1-Zulieferern, darunter Mercedes-Benz. Als Ingenieur verfügt er über fundierte Kenntnisse der technischen, wirtschaftlichen und strategischen Zusammenhänge moderner Fahrzeugentwicklung.

Parallel dazu berichtet er seit 2015 journalistisch über die Automobilbranche. Auf 3ve-Blog.de hat er mehr als 300 Beiträge veröffentlicht und produziert regelmäßig Kurzvideoformate für Social-Media-Plattformen. In dieser Zeit hat er über 700 Fahrzeuge unterschiedlichster Hersteller getestet – vom Kleinwagen und Elektroauto über Performance-SUVs bis hin zu klassischen Verbrennern und Sportwagen.

Neben seiner journalistischen Tätigkeit bringt Daniel Przygoda seine Erfahrung auch in Wettbewerbsanalysen und Vergleichsfahrten der Automobilindustrie ein. Dabei bewertet er Fahrzeuge aus Kundenperspektive und liefert Einschätzungen zu Produkteigenschaften, Fahrzeugkonzepten und Nutzererwartungen.

Auf 3ve-Blog.de erklärt er, was ein Fahrzeug im Alltag wirklich leistet – technisch fundiert, praxisnah und als unabhängige Entscheidungshilfe für Fahrberichte, Fahrzeugtests und Kaufberatungen.

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