Elektro-Kleinwagen (B-Segment) für die Stadt im Test: Kaufberatung von Autojournalist Daniel Przygoda. (Foto: Dani Heyne)
Citroën, Fahrbericht

Citroën ë-C3 im Test: Lohnt sich der günstige Elektro-Kleinwagen?

Elektroauto für unter 20.000 Euro: Der Citroën ë-C3 macht den Einstieg in die Elektromobilität erschwinglicher. Doch zwischen der günstigen Urban-Range für 19.990 Euro und der reichweitenstärkeren Standard-Range mit bis zu 325 km liegen einige Unterschiede. Ich habe mir das Sondermodell Collection mit 113 PS genauer angesehen und geprüft, wie viel Auto Citroën fürs Geld bietet und wo gespart wurde. Außerdem zeige ich, für wen sich der günstige Elektro-Kleinwagen lohnt und welche Möglichkeiten es gibt, ihn noch günstiger zu bekommen.

Citroën ë-C3 Electric 113 auf einen Blick

  • Testwagen: Citroën ë-C3 Electric 113 Standard-Range, Sondermodell „Collection“ (basiert auf Plus), Weiß mit schwarzem Dach, schwarze 17-Zoll-Alufelgen
  • Antrieb und Leistung: Elektromotor, Frontantrieb, 84 kW (113 PS), 125 Nm
  • Reichweite (WLTP): 314–325 km
  • Ladeleistung DC: 100 kW, 20 bis 80 % in ca. 26 Minuten
  • Kofferraum: 310 bis 1.200 l
  • Preis: ab 23.300 Euro (Standard-Range „You“), Testwagen „Collection“ 27.160 Euro
  • Mein Kurzurteil: Ein Elektro-Kleinwagen, der im Innenraum mit französischem Charme und erstaunlich viel Liebe zum Detail überrascht – Luft nach oben bleibt vor allem bei der Rekuperation, wo ein echter One-Pedal-Modus fehlt.

Citroën ë-C3 im Überblick

  • Elektro-Kleinwagen (B-Segment)
  • Leistung: 84 kW (113 PS)
  • 2 Batteriegrößen: Urban-Range 204–212 km Reichweite (WLTP), Standard-Range 314–325 km Reichweite (WLTP)
  • Preis: Urban-Range ab 19.990 Euro, Standard-Range ab 23.300 Euro

Der Citroën ë-C3 ist ein rein elektrischer Kleinwagen im B-Segment, gebaut auf der Stellantis-Plattform „Smart Car“ und positioniert als preisgünstiger Einstieg in die E-Mobilität. Citroën bietet ihn in zwei Reichweitenversionen an: der hier getesteten Standard-Range mit 44-kWh-Batterie und bis zu 325 km WLTP-Reichweite sowie der günstigeren Urban-Range mit 30-kWh-Batterie und bis zu 212 km Reichweite. Beide Versionen teilen sich Motor, Karosserie und Innenraum, unterscheiden sich aber bei Batterie, Ladeleistung, Fahrwerk und Teilen der Ausstattung. Im direkten Eindruck wirkt der ë-C3 vor allem im Innenraum deutlich hochwertiger und eigenständiger gestaltet, als es der niedrige Einstiegspreis vermuten lässt – ein Kontrastprogramm zu vielen technisch nüchterneren Wettbewerbern im selben Preissegment.

Elektro-Kleinwagen im Test: Citroën Ë-C3 Electric "Collection" in Polar-Weiß mit schwarzem Dach.

Wettbewerber des ë-C3

Der ë-C3 tritt im wachsenden Feld der günstigen Elektro-Kleinwagen unter 30.000 Euro an. Zur direkten Konkurrenz zählen aktuell:

  • Fiat Grande Panda Elektro
    ab 24.990 Euro, bis 320 km Reichweite (WLTP)
  • Dacia Spring
    ab 16.900 Euro, bis 230 km Reichweite (WLTP)
  • Hyundai Inster
    ab 23.900 Euro, bis 355 km Reichweite (WLTP)
  • BYD Dolphin Surf
    ab 22.990 Euro, 220 bis 322 km Reichweite (WLTP)
  • Leapmotor T03
    ab 18.900 Euro, bis 265 km Reichweite (WLTP)

Den ë-C3 in der Ausführung Collection habe ich mir im Rahmen des Windsurf World Cups auf Sylt angesehen, den Citroën als Sponsor unterstützt.

Günstiger Elektro-Kleinwagen im Test: Citroën Ë-C3 Electric - Erfahrungen, Ausstattung und Kaufberatung.

Außendesign

Das Design des ë-C3 finde ich wirklich gelungen. Der hier gezeigte Testwagen war das Sondermodell „Collection“ in einer Farbkombination aus Weiß mit schwarzem Dach – dazu schwarze Leichtmetallfelgen und dezent eingesetzte rote Akzente an der Frontstoßstange und an der C-Säule. Das Zusammenspiel wirkt hochwertiger, als man es in dieser Preisklasse erwarten würde. Die Lichtsignatur ist modern gezeichnet; LED-Scheinwerfer gibt es beim ë-C3 ab der Ausstattung Plus, das LED-Tagfahrlicht ist in allen Linien serienmäßig. Am Heck fällt auf, dass der untere Bereich des Heckstoßfängers aus unlackiertem Kunststoff besteht und leicht nach außen gezogen ist – gerade bei einem Stadt-Auto praktisch.

Citroën Ë-C3 Electric 113 Standard-Range im Test: Fahrbericht und Kaufberatung zum Elektro-Kleinwagen mit bis zu 325 km Reichweite.

Maße und Gewichte

Maße und GewichteCitroën ë-C3 Standard-RangeCitroën ë-C3 Urban-Range
Abmessungen
Länge4,02 m4,02 m
Breite (ohne Spiegel / mit Spiegeln)1,76 m / 1,82 m1,76 m / 1,82 m
Höhe1,58 m1,58 m
Radstand2,54 m2,54 m
Stauraum
Kofferraum hinten310–1.200 l310–1.220 l
Gepäckraum vorne (Frunk)––
Gewichte
Leergewicht (mit 75 kg Fahrer)1.491–1.560 kg1.413–1.458 kg
Zuladung425–494 kg427–472 kg
Zulässiges Gesamtgewicht1.910 kg1.810 kg
Anhängelast (gebremst / ungebremst)550 kg / 550 kg–
Zulässiges Zuggesamtgewicht2.460 kg–
Stützlast65 kg–
Dachlast70 kg70 kg

Innenraum

Noch mehr als das Exterieur hat mich der Innenraum überzeugt. Besonders gut gefallen haben mir die Stoffpolster: Sie sind blau gehalten und haben rote Kontrastnähte sowie weiße Keder und Stoffpolster-Einsätze – dazu eine eingenähte Steppung auf den Sitzen. Für ein Fahrzeug dieser Preisklasse hätte ich diese Detailverliebtheit nicht erwartet, insgesamt weht hier spürbar ein französischer Wind durch den Innenraum, nicht nur wegen der Farbgebung. Mein Testwagen trug die Collection-spezifische Ambiente „Urban Blue“; serienmäßig gibt es ab Werk die Ambiente „YOU“ mit Stoffsitzen in Schwarz/Grau, ab Plus/Collection die beschriebenen Advanced-Comfort-Sitze, in Max Stoff-/Kunstleder. An der ein oder anderen Stelle merkt man dem Auto durchaus an, dass es günstig in der Umsetzung ist – nichts davon stört in der Handhabung aber wirklich.

Armaturenbrett im Citroën Ë-C3 Collection mit Interieur "Urban Blue".

Cockpit

  • Digitales Kombiinstrument
  • Lenkradheizung optional (Winter-Paket)
  • Drehregler für Klimaanlage und Lüftung

Typisch französisch geht Citroën beim Cockpit eigene Wege: Das kleine 2-Speichen-Lenkrad mit den gut erreichbaren physischen Tasten lässt sich sehr angenehm bedienen. Ungewöhnlich, aber im Alltag überzeugend gelöst ist die schmale digitale Anzeigeneinheit, die nicht hinter dem Lenkrad, sondern weit hinten nahe der Windschutzscheibe sitzt – man schaut also nicht „durch“ das Lenkrad auf die Instrumente. Zunächst gewöhnungsbedürftig, erwies sich das im Test als praktisch: Die Informationen liegen nah am eigentlichen Sichtfeld auf der Straße, und das Auge muss den Fokus weniger stark verändern, weil die Anzeige weiter entfernt liegt als sonst üblich. Fast schon aus der Mode gekommen, aber hier noch vorhanden: echte Drehregler für Klimaanlage und Lüftung. Die lassen sich intuitiv bedienen, ganz ohne den Blick von der Straße zu nehmen – eine einfache Lösung, die früher gut funktioniert hat und aus meiner Sicht immer noch die beste ist.

Kleines Lenkrad im Citroën Ë-C3 mit Multifunktionstasten. Der Digitaltacho liegt günstig im Blickfeld.

Infotainmentsystem

  • 10,25-Zoll-Touchscreen (ab Plus)
  • Android Auto und Apple CarPlay, kabellos (ab Plus)
  • Integriertes Navigationssystem (nur Max)

Beim Infotainment bleibt der ë-C3 bewusst reduziert: Der Touchscreen ist übersichtlich und die Funktionsvielfalt bewusst basic – wer Angst vor einem überladenen Menü hat, kann sie hier ablegen. Ein integriertes Navigationssystem gibt es nicht serienmäßig in der getesteten Konfiguration, was ich sogar als Vorteil empfinde: Man koppelt einfach sein eigenes Smartphone – kabellos – und navigiert mit der gewohnten, stets aktuellen App. Die Bedienung ist dadurch unkompliziert, ganz ohne Overload.

10,25 Zoll Touchscreen mit DAB+, Android Auto und Apple CarPlay kabellos.

Die Mittelkonsole bietet einen Becherhalter sowie Ablagen für Kleinkram und das Smartphone. Dazu gibt es eine aus dem Stellantis-Konzern bekannte Bedieneinheit, um durch die Fahrprogramme zu schalten. Deren Abdeckung ist in Hochglanzschwarz gehalten – optisch nett, im Alltag aber nicht besonders praktisch (Fingerabdrücke, Kratzer), hier hätte ich mir eine andere Materialwahl gewünscht.

Drehregler für Klimaeinstellung, Becherhalter und die aus dem Stellantis-Konzern bekannte Mittelkonsole (Hochglanz-Schwarz) mit Schalter für Fahrprogramme und stärkerer Rekuperation.

Sitze vorne

Optisch versprechen die Sitze viel Seitenhalt, die Polsterung ist dabei aber eher weicher ausgelegt. Das ist angesichts der tendenziell eher kürzeren Strecken, für die ein solches Auto genutzt wird, aus meiner Sicht völlig in Ordnung. Der Sitzkomfort insgesamt war durchaus gut.

Komfortable Stoffsitze vorne in Blau (Citroën Ë-C3 "Collection" mit Interieur in Urban-Blue).

Sitze hinten

Die Beinfreiheit hinten ist für die Fahrzeugklasse gut, Erwachsene sitzen dort bequem. Lediglich der Türausschnitt fällt etwas schmal aus, was man beim Ein- und Aussteigen merkt.

Rücksitzbank Citroën Ë-C3 "Collection" (Stoffsitze Urban-Blue)

Isofix-Halterung

Der ë-C3 verfügt serienmäßig über Isofix-Kindersitzbefestigungen hinten außen (nicht in der Mitte). Die Halter befinden sich hinter einem kleinen Reißverschluss.

Kofferraum beim Citroën ë-C3

  • Kofferraumvolumen: 310 bis 1.200 Liter
  • Teilungsverhältnis der Rücksitzlehne: 60:40

Der Kofferraum ist recht einfach gestaltet: Es gibt keinen variablen Gepäckraumboden und keine speziellen Halter, dafür hat er aber eine ganz brauchbare Größe. Hier zeigt sich am ehesten, dass der ë-C3 ein günstig kalkuliertes Auto ist. Positiv: Der Ladebereich ist nicht kratzempfindlich, weil es dort keine lackierten Flächen gibt. Schade ist, dass es keinen Frunk gibt – zusätzlicher Stauraum vorne für das Ladekabel wäre gerade bei einem Elektroauto praktisch gewesen.

Kofferraumvolumen 310 Liter. Die Rücksitzbank hat ein Teilungsverhältnis von 60:40. Mit komplett umgelegter Rücksitzbank beträgt das Gepäckraumvolumen 1200 Liter.

Technische Daten vom Citroën ë-C3

Technische DatenCitroën ë-C3 Electric 113 Standard-RangeCitroën ë-C3 Electric 113 Urban-Range
Antrieb
AntriebsartFrontantrieb (FWD)Frontantrieb (FWD)
MotorisierungElektroantrieb (BEV)Elektroantrieb (BEV)
Motor
Max. Leistung84 kW / 113 PS84 kW / 113 PS
30-Minuten-Leistung53 kW / 72 PS53 kW / 72 PS
Max. Drehmoment125 Nm125 Nm
Elektromotor und Batterie
SpeichertechnikLFP (Lithium-Ferrophosphat)LFP (Lithium-Ferrophosphat)
Batteriekapazität44 kWh30 kWh
Wärmepumpenicht verfügbarnicht verfügbar
Fahrleistungen
Beschleunigung 0–100 km/h11,0 s12,0 s
Höchstgeschwindigkeit132 km/h125 km/h
Verbrauch und Reichweite (WLTP)
Stromverbrauch kombiniert16,5–17,2 kWh/100 km16,7–17,3 kWh/100 km
CO₂-Emissionen0 g/km0 g/km
CO₂-KlasseAA
Reichweite kombiniert314–325 km204–212 km
Der Citroën Ë-C3 in der Standard-Range hat einen 84 kW (113 PS) starken Elektromotor unter der Fronthaube. Einen Frunk gibt es nicht.

Fahreindruck: So fährt sich der Citroën ë-C3

Der Fahreindruck war insgesamt gut. Der ë-C3 wirkt unkompliziert und handlich. Das Cockpit-Konzept ist zwar ungewohnt, funktioniert aber bestens: Die Bedienung ist einfach, und der Touchscreen ist beim Navigieren so hoch im Blickfeld platziert, dass man die relevanten Infos gut im Auge behält, ohne den Blick stark von der Straße nehmen zu müssen. Die Übersicht ist sehr gut, und die Rückfahrkamera liefert auch bei Dunkelheit ein brauchbares Bild zur Orientierung. Ebenfalls sehr praktisch sind Direktwahltasten, mit denen man per Knopfdruck das nervige Piepen des gesetzlich vorgeschriebenen Geschwindigkeitswarners und das Spurhaltesystem abschalten kann. Die Tasten befinden sich gut erreichbar links neben dem Lenkrad.

Auf der Insel war ich mit dem ë-C3 in der Stadt und auf der Landstraße unterwegs. Die Lenkung fühlt sich angenehm direkt an, und das Fahrwerk ist schön abgestimmt. Im Vergleich zu einem Verbrenner ist der Antrieb schön ruhig und drehmomentstark.

Empfehlung für einen günstigen Kleinwagen mit Elektroantrieb: Daniel Przygoda testet den Citroën Ë-C3. (Foto: Dani Heyne)

Rekuperation und One-Pedal-Driving

Serienmäßig gibt es einen Modus „C“ zur Rekuperation beim Loslassen des Gaspedals. Für ein Elektroauto hätte ich mir hier etwas mehr Rekuperation gewünscht: Zwar verzögert der ë-C3 ordentlich, wenn man den Fuß vom Fahrpedal nimmt, zum kompletten Stillstand kommt er dabei aber nicht. Die Verzögerung ist zudem nicht progressiv ausgelegt, sondern eher vorsichtig dosiert. Für die Stadt ist das dennoch sehr hilfreich und praktisch – ein aktivierbarer echter One-Pedal-Drive-Modus wäre aus meiner Sicht trotzdem ein sinnvolles Extra gewesen, gerade weil dieses Auto wahrscheinlich häufig im Stadtverkehr bewegt wird.

Laden und Ladezeiten

  • Ladeanschluss: Typ 2 / CCS, auf der Fahrerseite hinten
  • AC-Laden: 7,4 kW einphasig serienmäßig, 11 kW dreiphasig optional (+400 €) – bei beiden Reichweitenversionen
  • DC-Laden: Standard-Range 100 kW serienmäßig (20–80 % in ca. 26 Min.); Urban-Range nur mit Aufpreisoption 30 kW (+500 €), 20–80 % in ca. 36 Min. – ohne diese Option kein DC-Laden möglich
  • Wärmepumpe: keine Wärmepumpe verfügbar
Stecker, LadetypStandard-Range (Testwagen)
h:mm
Urban-Range
h:mm
Typ 2
Wechselstrom (AC)
Wallbox, Ladesäule
Typ2-Stecker, Icon
7,4 kW einphasig (Serie)
4:10 (20–80 %)

11 kW dreiphasig (Option)
2:50 (20–80 %)
7,4 kW einphasig (Serie)
2:50 (20–80 %)

11 kW dreiphasig (Option)
1:55 (20–80 %)
CCS
Gleichstrom (DC)
Schnellladestation
CCS-Stecker, Icon
100 kW
0:26 (20–80 %)
30 kW (nur Option, +500 €)
0:36 (20–80 %)
Gleichstrom-Laden (DC) mit bis zu 100 kW (20–80 % in 26 Minuten) beim Citroën Ë-C3 Standard-Range. Der Ladeanschluss befindet sich auf der Fahrerseite hinten.

Preise und Ausstattung vom Citroën ë-C3

Der Citroën ë-C3 Electric 113 startet in der Urban-Range-Version bei 19.990 Euro, die hier getestete Standard-Range ist ab 23.300 Euro zu haben. Es stehen drei Ausstattungslinien zur Wahl: You, Plus und Max (Max nicht für Urban-Range verfügbar), dazu seit April 2026 das Sondermodell Collection auf Basis von Plus.

Innenraum mit kleinem und handlichem Lenkrad im Citroën Ë-C3.

Ausstattungslinien

Citroën ë-C3Ausstattungs-Highlights
You
(44 kWh, 314–325 km Reichweite)
Frontantrieb, 84 kW (113 PS)
ab 23.300 Euro
16 Zoll Stahlfelgen, Halogen-Scheinwerfer, LED-Tagfahrlicht, Stoff-Polster, Klimaanlage, Smartphone-Station mit Bluetooth-Freisprecheinrichtung, Head-up-Display, Geschwindigkeitsregelanlage, Verkehrszeichenerkennung, Spurhaltesystem, Notbremsassistent, Einparkhilfe hinten, 6 Airbags, DC-Laden mit bis zu 100 kW
Plus
(44 kWh, 314–325 km Reichweite)
Frontantrieb, 84 kW (113 PS)
ab 25.500 Euro
Zusätzlich/abweichend:
17 Zoll Stahlfelgen, LED-Scheinwerfer, Regensensor, Advanced-Comfort-Sitze, 10,25 Zoll Touchscreen mit DAB+, Android Auto und Apple CarPlay kabellos, 6 Lautsprecher, USB-C hinten, Rücksitzlehne 60:40 teilbar, Mittelarmlehne, elektrische Parkbremse, Außenspiegel elektrisch anklappbar und beheizbar, Dachreling, höhenverstellbarer Fahrersitz
Collection
(44 kWh, 314–325 km Reichweite)
Frontantrieb, 84 kW (113 PS)
ab 27.160 Euro
Zusätzlich/abweichend zu Plus:
17 Zoll Leichtmetallräder in Schwarz, Rückfahrkamera, elektrische Fensterheber hinten, blaue Stoffpolster mit roten Kontrastnähten, rote Farbakzente außen
Max
(44 kWh, 314–325 km Reichweite)
Frontantrieb, 84 kW (113 PS)
ab 27.800 Euro
Zusätzlich/abweichend zu Plus:
17 Zoll Leichtmetallräder mit Diamantschliff, 3D-LED-Rückleuchten, 3D-Navigation, Klimaautomatik, Rückfahrkamera, elektrische Fensterheber hinten, getönte Heck- und Seitenscheiben, Induktionsladung für Smartphones, automatisch abblendender Innenspiegel, Stoff-Kunstleder-Polster
You
(30 kWh, 204–212 km Reichweite)
Frontantrieb, 84 kW (113 PS)
ab 19.990 Euro
Abweichend zur Standard-Range You:
ohne Advanced-Comfort-Federung, DC-Laden nur optional (30 kW, 500 Euro Aufpreis)
Plus
(30 kWh, 204–212 km Reichweite)
Frontantrieb, 84 kW (113 PS)
ab 23.300 Euro
Abweichend zur Standard-Range Plus:
ohne Advanced-Comfort-Federung, ohne Mittelarmlehne, manuelle statt elektrische Parkbremse, DC-Laden nur optional (30 kW, 500 Euro Aufpreis)

Aktuelle Förderaktion: Citroën verdoppelt derzeit die staatliche E-Auto-Förderung der Bundesregierung (bis zu 6.000 Euro) um einen eigenen Bonus von bis zu weiteren 6.000 Euro – macht in Summe bis zu 12.000 Euro Preisvorteil gegenüber der UVP. Konkret: Alle Privatkunden erhalten beim Kauf oder Leasing eines Citroën-Elektro- oder Plug-in-Hybrid-Neufahrzeugs eine Citroën-Förderprämie von 3.000 Euro; wer für eine höhere staatliche Förderung berechtigt ist, bekommt von Citroën zusätzlich die Differenz zur staatlichen Prämie, maximal weitere 3.000 Euro. Die Aktion wurde mehrfach verlängert und gilt nach aktuellem Stand bis zum 31. Dezember 2026 bei teilnehmenden Händlern – die staatliche Förderung muss nach der Zulassung separat beantragt werden.

Citroën Ë-C3 Electric als Sondermodell "Collection" im Test.

Testwagen

Bei dem hier gezeigten Testwagen handelt es sich um das Sondermodell „Collection“ auf Basis der Ausstattung Plus, in Standard-Range mit 44-kWh-Batterie. Die Lackierung ist Weiß mit schwarzem Dach, dazu schwarze 17-Zoll-Leichtmetallfelgen und rote Farbakzente an Frontstoßstange und C-Säule. Gegenüber der Plus-Ausstattung bringt die Collection-Version zusätzlich eine Rückfahrkamera und elektrische Fensterheber hinten mit. Der Preis des Testwagens liegt bei 27.160 Euro.

Kaufempfehlung

Die Urban-Range ist preislich sehr attraktiv, lohnt sich aus meiner Sicht aber nur, wenn man zu Hause laden kann – und eigentlich auch nur für den städtischen Bereich, als typischer Zweitwagen. Dazu passt, dass DC-Schnellladen hier nur gegen 500 Euro Aufpreis zu haben ist. Die Standard-Range ist dagegen universell einsetzbar: Sie bietet einen größeren Aktionsradius, gute Ladezeiten und trotzdem einen mehr als fairen Preis. Wer in erster Linie aufs Budget schaut, kommt mit der Ausstattung Plus weit, denn hier sind bereits ein Touchscreen und die Advanced-Comfort-Sitze enthalten. Wer etwas Hübsches haben möchte, dem empfehle ich das gezeigte Sondermodell Collection.

17-Zoll-Felge "Atacamite" mit Diamantschliff in Schwarz für den Citroën Ë-C3 Collection.

ë-C3 Stärken und Schwächen

Vorteile

  • Günstiger Einstiegspreis (ab 19.990 Euro)
  • Gute Ladeleistung (Standard-Range: bis 100 kW)
  • Charmanter, hochwertig wirkender Innenraum
  • Einfache Bedienung mit Drehreglern

Nachteile

  • Kein Frunk
  • Kein One-Pedal-Driving
  • Vergleichsweise hoher Verbrauch (WLTP)
  • CCS-Schnellladen bei der kleinen Batterie nur gegen Aufpreis
Sondermodell "Collection" in Polar-Weiß: So gut ist der günstige Elektro-Kleinwagen von Citroën.

Häufige Fragen zum Citroën ë-C3

Der Citroën ë-C3 Electric 113 startet als Urban-Range bei 19.990 Euro, die reichweitenstärkere Standard-Range kostet ab 23.300 Euro, das getestete Sondermodell Collection 27.160 Euro und die Topausstattung Max 27.800 Euro. Aktuell verdoppelt Citroën zudem die staatliche E-Auto-Förderung um bis zu 6.000 Euro eigenen Bonus, was den Effektivpreis deutlich senken kann.

Nach WLTP liegt der kombinierte Verbrauch der Standard-Range bei 16,5 bis 17,2 kWh/100 km. Damit ist der ë-C3 weniger sparsam als der BYD Dolphin Surf (15,5 bis 16,0 kWh/100 km).

Der Kofferraum fasst 310 Liter bei aufrechter Rücksitzlehne und wächst auf 1.200 Liter, wenn die Lehne umgeklappt wird. Ein Frunk – also ein weiterer Gepäckraum (z. B. zum Unterbringen des Ladekabels) unter der Fronthaube – ist nicht vorhanden.

Die Beinfreiheit hinten ist für die Fahrzeugklasse gut, auch Erwachsene sitzen dort bequem, nur der Türausschnitt ist etwas schmal. Isofix-Halterungen mit Top Tether sind serienmäßig an den äußeren Rücksitzen vorhanden (hinter einem kleinen Reißverschluss).

Die Standard-Range (größere Batterie) darf gebremst wie ungebremst 550 kg ziehen, bei einer Stützlast von 65 kg und einem zulässigen Zuggesamtgewicht von 2.460 kg. Für die Urban-Range, also die Version mit kleiner Batterie, nennt Citroën in der Preisliste keine Anhängelast.

Nach WLTP schafft die Standard-Range 314 bis 325 km, innerstädtisch bis zu 456 km.

Die Standard-Range lädt serienmäßig mit bis zu 100 kW Gleichstrom und kommt so in rund 26 Minuten von 20 auf 80 Prozent. An der 11-kW-Wallbox dauert eine Ladung von 20 auf 80 Prozent etwa 2 Stunden 50 Minuten. Bei der Urban-Range ist DC-Laden nur gegen 500 Euro Aufpreis (30 kW) möglich, sonst lädt sie ausschließlich per Wechselstrom.

Erst ab Plus gibt es den großen 10,25-Zoll-Touchscreen mit CarPlay/Android Auto, Advanced-Comfort-Sitze und USB-C hinten – diese Linie bietet daher das beste Preis-Ausstattungs-Verhältnis. Wer zusätzlich Wert auf Design, Rückfahrkamera und elektrische Fensterheber hinten legt, findet im Sondermodell Collection eine attraktive Alternative.

Im Test fielen vor allem das Fehlen eines Frunks und eines echten, aktivierbaren One-Pedal-Modus auf – die Rekuperation verzögert spürbar, bringt den Wagen aber nicht bis zum Stillstand. Hinzu kommt ein im Vergleich zu manchen Wettbewerbern höherer WLTP-Verbrauch, und die Urban-Range (kleine Batterie) bietet serienmäßig kein DC-Schnellladen.

Zu den nächsten Alternativen zählen der Fiat Grande Panda Elektro, der Dacia Spring, der Hyundai Inster, der BYD Dolphin Surf und der Leapmotor T03 – alle im Preisbereich zwischen rund 17.000 und 25.000 Euro.

Fazit zum Citroën ë-C3

Der Citroën ë-C3 ist insgesamt ein toller, echt cooler Kleinwagen: ansprechend gestaltet, mit viel französischem Charme und zu einem fairen Preis – auch wenn man an der ein oder anderen Stelle merkt, woher dieser Preis kommt. Am meisten überzeugt hat mich der Innenraum: Das hübsche Interieur mit den blauen Stoffpolstern, die eigenständige Instrumentenlösung und das einfache Bedienkonzept geben dem Kleinwagen einen eigenen Charakter, statt ihn zu einem austauschbaren günstigen E-Auto zu machen. Dazu kommen ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis – aktuell verstärkt durch Citroëns Förderverdoppelung – und eine gute Ladeleistung in der Standard-Range. Schade finde ich das Fehlen eines Frunks und eines echten One-Pedal-Modus.

Meine Empfehlung: Die Urban-Range passt als Zweitwagen für die Stadt, wenn man zu Hause laden kann. Für alle anderen ist die Standard-Range mit größerem Aktionsradius und guten Ladezeiten die bessere Wahl. Und wer es optisch besonders mag, greift zum Sondermodell Collection.

Citroën Ë-C3 im Test: Erfahrungen zum günstigen Elektro-Kleinwagen von Daniel Przygoda mit dem Sondermodell "Collection". (Foto: Dani Heyne)

Fotos: Dani Heyne; Daniel Przygoda

Transparenzhinweis: Anreise, Unterkunft und Verpflegung im Rahmen der Fahrveranstaltung wurden vom Hersteller übernommen. Die Berichterstattung erfolgte unabhängig und ohne Vorgaben zum Inhalt.

Daniel Przygoda

Daniel Przygoda ist Automobil-Journalist aus Dortmund und Gründer von 3ve-Blog.de. Was ihn von vielen anderen Autojournalisten unterscheidet: Er kennt die Automobilindustrie nicht nur von Presseterminen und Testfahrten, sondern aus eigener beruflicher Erfahrung.

Seine Karriere in der Automobilbranche begann 2001 im Opel-Werk Bochum. Seitdem hat er mehr als zwei Jahrzehnte Erfahrung in unterschiedlichen Bereichen der Automobilindustrie gesammelt – unter anderem in Forschung und Marktanalyse in einer langjährigen Zusammenarbeit mit dem renommierten Automobilexperten Prof. Dr. Ferdinand Dudenhöffer sowie in der Fahrzeugentwicklung, Systemintegration und Industrialisierung bei verschiedenen OEMs und Tier-1-Zulieferern, darunter Mercedes-Benz. Als Ingenieur verfügt er über fundierte Kenntnisse der technischen, wirtschaftlichen und strategischen Zusammenhänge moderner Fahrzeugentwicklung.

Parallel dazu berichtet er seit 2015 journalistisch über die Automobilbranche. Auf 3ve-Blog.de hat er mehr als 300 Beiträge veröffentlicht und produziert regelmäßig Kurzvideoformate für Social-Media-Plattformen. In dieser Zeit hat er über 700 Fahrzeuge unterschiedlichster Hersteller getestet – vom Kleinwagen und Elektroauto über Performance-SUVs bis hin zu klassischen Verbrennern und Sportwagen.

Neben seiner journalistischen Tätigkeit bringt Daniel Przygoda seine Erfahrung auch in Wettbewerbsanalysen und Vergleichsfahrten der Automobilindustrie ein. Dabei bewertet er Fahrzeuge aus Kundenperspektive und liefert Einschätzungen zu Produkteigenschaften, Fahrzeugkonzepten und Nutzererwartungen.

Auf 3ve-Blog.de erklärt er, was ein Fahrzeug im Alltag wirklich leistet – technisch fundiert, praxisnah und als unabhängige Entscheidungshilfe für Fahrberichte, Fahrzeugtests und Kaufberatungen.

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