GWM Ora 5 Hybrid im Test: Motor, Verbrauch und Preis
- Kompakt-SUV (C-Segment)
- Vollhybrid (HEV) mit 2-Gang-DHT-Getriebe
auch als Turbo-Benziner erhältlich, Elektro- und Plug-in-Hybrid-Version folgen Anfang 2027 - Systemleistung: 164 kW/223 PS
- Verbrauch (WLTP, kombiniert): 5,1 l/100 km
- Preis ab: 28.990 Euro (UVP)
Technisch basiert der Ora 5 auf einer Multi-Energy-Plattform, die für vier unterschiedliche Antriebskonzepte ausgelegt ist. Mit 4,48 Metern Länge positioniert sich der Ora 5 im Umfeld der kompakten Lifestyle-SUV. Doch was macht den Hybrid so besonders, und lohnt sich der kleine Aufpreis von 2.000 Euro zum Turbo-Benziner? Kernstück ist ein eigens entwickeltes Zweigang-Getriebe (DHT), das den 1,5-Liter-Turbobenziner mit einem 140-kW-Elektromotor kombiniert und dabei auf 5,1 l/100 km WLTP-Verbrauch kommt – 1,8 Liter weniger als der reine Benziner, bei gleichzeitig deutlich mehr Systemleistung (164 statt 118 kW bzw. 223 statt 160 PS). Genau dieser Frage – lohnt sich der Hybrid wirklich – gehe ich in diesem ersten Test auf den Grund. Dazu gibt es alle wichtigen Infos und Daten zum Auto.

Wettbewerber
- VW T-Roc
- Jaecoo 7 PHEV
- Leapmotor B20
- Dacia Bigster Hybrid 155
- BYD Atto 2
- MG ZS Hybrid+
Preislich spielt der Ora 5 damit in einer interessanten Region: Ein VW T-Roc startet ebenfalls im 30.000-Euro-Bereich, bietet dafür aber weniger Ausstattung ab Werk. Der Jaecoo 7 PHEV liegt mit rund 36.900 Euro Einstiegspreis, den ich ausführlich getestet habe, deutlich über dem Ora 5 – ist dafür aber auch eine Klasse größer und leistungsstärker unterwegs. Interessanter ist der Blick auf die Konkurrenz im direkten Preissegment: Den größeren Dacia Bigster Hybrid 155 habe ich zu einem fast identischen Einstiegspreis getestet. Mit dem MG ZS Hybrid+ gibt es sogar einen noch günstigeren Vollhybrid-Konkurrenten mit exakt demselben WLTP-Verbrauch von 5,1 l/100 km wie der Ora 5 HEV. Diese Modelle liefern damit einen guten Vergleichsmaßstab dafür, wie viel Auto man aktuell für ähnliches Geld bekommt.


Außendesign
Optisch fällt der Ora 5 komplett aus dem Raster: Während die meisten aktuellen SUV auf schmale, durchgezogene Lichtleisten setzen, schaut der Ora 5 mit seinen runden Scheinwerfern fast schon lieb drein. Eine insgesamt freundliche, sympathische Erscheinung mit ein paar Retro-Anleihen. Das Design wirkt dabei nicht zufällig vertraut: Man erkennt unverkennbar Anleihen an Porsche, den VW Käfer und den Mini. Dazu kommt die Verwandtschaft zum 2022 vorgestellten Ora 03, damals noch als „Funky Cat“ bekannt, von dem die rundlichen Formen übernommen wurden. Besonders markant ist das Heck mit den hoch in die Heckscheibe integrierten Rückleuchten. Insgesamt ein sehr eigenständiges, nicht austauschbares Design – aber definitiv Geschmackssache.

Serienmäßig rollt der Ora 5 auf 18-Zoll-Leichtmetallrädern, dazu kommen LED-Scheinwerfer bereits in der umfangreich ausgestatteten Basisversion Premium. Bei den Farben bleibt es überschaubar, aber sinnvoll sortiert: Dover White (Solid) ist ohne Aufpreis an Bord, für 750 Euro gibt es zusätzlich sechs Metallic- bzw. Solid-Töne – Night Black, Glacier Grey, Forest Green, Cloud White, Ayers Grey und Sea Blue. Das hier gezeigte Forest Green Metallic in Kombination mit dem hellen Interieur bringt am meisten klassischen Touch mit und erinnert ein bisschen an einen typischen Mini.

Maße und Gewichte
| Maße und Gewichte | Ora 5 Hybrid (HEV) | Ora 5 Turbo-Benziner (ICE) |
|---|---|---|
| Abmessungen | ||
| Länge | 4,48 m | 4,48 m |
| Breite (ohne/mit Außenspiegel) | 1,84 m / 2,10 m | 1,84 m / 2,10 m |
| Höhe | 1,65 m | 1,65 m |
| Radstand | 2,72 m | 2,72 m |
| Wendekreis | 10,9 m | 10,9 m |
| Stauraum | ||
| Kofferraum hinten | 390–1.088 l | 422–1.120 l |
| Gewichte | ||
| Leergewicht (inkl. Fahrer) | 1.660 kg | 1.560 kg |
| Zuladung | 360 kg | 360 kg |
| Zulässiges Gesamtgewicht | 2.020 kg | 1.920 kg |
| Anhängelast gebremst/ungebremst | 750 kg/750 kg | 1.200 kg/750 kg |
| Stützlast | 75 kg | 75 kg |
| Dachlast | 50 kg | 50 kg |


Innenraum
Zur Wahl stehen zwei umfangreich ausgestattete Ausstattungslinien: Premium und Luxury. Die hier vorgestellte Version ist die Luxury-Linie mit Kunstleder-Interieur. Die Basisversion Premium kommt stattdessen mit Stoffsitzen. Wer sich für Luxury entscheidet, kann zusätzlich zwischen einem dunkelgrauen und einem hellen Interieur wählen; das helle Interieur hat einen richtig classy Touch mit einem sehr stylischen Dekor.

Nicht nur hübsch, sondern auch praktisch geht es im Innenraum zu. Rund 33 Ablagen und Fächer gibt es im gesamten Fahrzeug, von den Türfächern über eine großzügige Mittelkonsole mit Cupholdern bis zum klimatisierten Staufach.


Cockpit
- 10,25 Zoll digitales Kombiinstrument
- Lenkradheizung bei Luxury

Infotainmentsystem
- 14,6 Zoll Touchscreen
- Navigationssystem
- Apple CarPlay und Android Auto kabellos

Die Bedienung des Touchscreens ist wirklich gut gelungen: Die Bildschirmgröße ist sehr ordentlich. Beim kleineren Ora 03 war der Screen noch etwas knapp bemessen. Dazu kommen eine gute Reaktionszeit und eine logische Menüstruktur. Funktional ist das System sehr gelungen, wenngleich man sich klarmachen muss, dass sich die Bedienung fast ausschließlich auf den Touchscreen beschränkt. Es gibt zwar ein paar Kippschalter unterhalb des Displays, die sind aber auf ein paar Klimafunktionen reduziert, die man ohnehin nicht ständig braucht – dafür sehen sie zumindest schick aus.

Richtig gut gefällt mir die feststehende Zugriffsleiste am unteren Bildschirmrand, über die sich Klimamenü, Sitzheizung, Fahrzeugeinstellungen, Musik oder Navigation direkt anwählen lassen. Ein echter Wermutstropfen: Diese Leiste verschwindet leider, sobald Android Auto oder Apple CarPlay aktiv sind. Das ist wirklich nervig und hier würde ich mir wünschen, dass GWM per Update nachbessert. Das digitale Kombiinstrument lässt sich im Design anpassen und kann sogar eine kleine Navikarte einblenden. Auch die Steuerung der Fahrassistenzsysteme ist angenehm einfach gelöst: Über den Hebelschalter aktiviert man die adaptive Geschwindigkeitsregelanlage, Geschwindigkeits- und Abstandsanpassungen erfolgen dann bequem über die Tasten am Multifunktionslenkrad.

Insgesamt ist die Übersicht im Ora 5 gut: Eine schmale A-Säule, gut positionierte Außenspiegel und die großzügigen Seitenfenster helfen dabei. Dazu kommt eine hochauflösende 360-Grad-Kamera, deren Bildqualität man in dieser Preisklasse nicht unbedingt erwartet.

Sitze vorne
- Fahrersitz elektrisch verstellbar, Beifahrersitz bei Luxury
- Sitzheizung vorn serienmäßig
- Sitzbelüftung bei Luxury
Auf dem Papier ist die Ausstattung der Vordersitze für diese Preisklasse ordentlich – Sitzheizung ist selbst in der Basisversion Premium mit dabei, was bei vielen europäischen Wettbewerbern erst gegen Aufpreis zu haben ist. Der Sitzkomfort ist gut: Die Sitze bieten einen ordentlichen Komfort und Seitenhalt, ein paar mehr Verstellmöglichkeiten wären zwar schön, aber insgesamt findet man schnell eine gute Sitzposition.

Sitze hinten
Die Platzverhältnisse hinten sind gut, der Fahrzeugboden ist größtenteils flach mit nur einer minimalen Erhöhung im Bereich des Mitteltunnels. Ein Detail fällt aber auf: Der Fahrzeugboden selbst sitzt recht hoch, sodass die Beine auf der Rücksitzbank leicht angewinkelt sind. Der Grund dafür wird sichtbar, wenn man unter das Fahrzeug schaut – die Rohkarosserie ist für alle Antriebsformen inklusive der kommenden Elektroversion ausgelegt, entsprechend viel Luft bleibt auch beim Benziner und Hybrid unter dem Fahrzeugboden.

Besonders im Fond positiv aufgefallen sind die großzügig bemessenen Ablagen in den Türen. Dazu gibt es Lüftungsdüsen und USB-Anschlüsse.
Isofix-Halterung
Die Isofix-Kindersitzverankerungen mit Top-Tether finden sich an den äußeren Plätzen der Rücksitzbank. Die Halterungen sind unter einer Stoffabdeckung gut erreichbar.


Kofferraum
- Kofferraumvolumen 390 bis 1.088 Liter bei umgeklappter Rücksitzlehne
- Elektrische Heckklappe bei Luxury
- Variabler Gepäckraumboden
- Rücksitzlehne teilbar: 60:40

Der Hybrid hat im direkten Vergleich zum Benziner einen etwas kleineren Kofferraum. Durch die Platzierung der Batterie fallen 32 Liter Kofferraumvolumen weg. Das Fach unter dem Kofferraumboden fällt hier daher etwas kleiner aus. Insgesamt sind es 390 statt 422 Liter. Für den Wocheneinkauf oder das Gepäck für zwei Personen dürfte das in beiden Fällen locker reichen.


Technische Daten: Hybrid und Benziner im Vergleich
| Technische Daten | Ora 5 Hybrid (HEV) | Ora 5 Turbo-Benziner (ICE) |
|---|---|---|
| Antrieb | ||
| Antriebsart | Frontantrieb (FWD) | Frontantrieb (FWD) |
| Motorisierung | Vollhybrid (HEV) | Turbo-Benziner (ICE) |
| Verbrennungsmotor | ||
| Motorart | R4-Turbobenziner | R4-Turbobenziner |
| Hubraum | 1.499 cm3 | 1.499 cm3 |
| Leistung | 110 kW (150 PS) | 118 kW (160 PS) |
| Drehmoment | 240 Nm | 270 Nm |
| Elektromotor | ||
| Motorart | Permanenterregter Synchronmotor (PSM) | – |
| Leistung | 140 kW (190 PS) | – |
| Drehmoment | 236 Nm | – |
| Systemleistung | ||
| Leistung (System) | 164 kW (223 PS) | 118 kW (160 PS) |
| Drehmoment (System) | 476 Nm | 270 Nm |
| Getriebe | ||
| Getriebe | 2-Gang-dediziertes Hybridgetriebe (DHT) | 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe |
| Batterie (Hybridsystem) | ||
| Speichertechnik | Nickel-Kobalt-Mangan (NCM) | – |
| Kapazität | 1,09 kWh | – |
| Fahrleistungen | ||
| Beschleunigung 0–100 km/h | 7,7 s | 9,3 s |
| Höchstgeschwindigkeit | 185 km/h | 190 km/h |
| Verbrauch und Emissionen (WLTP) | ||
| Verbrauch kombiniert | 5,1 l/100 km | 6,9 l/100 km |
| Verbrauch Kurzstrecke / Stadtrand / Landstraße / Autobahn | 4,8 / 3,8 / 4,3 / 6,8 l/100 km | 9,4 / 6,4 / 5,8 / 7,3 l/100 km |
| CO₂-Emissionen kombiniert | 117 g/km | 158 g/km |
| CO₂-Klasse | D | F |

Fahreindruck: So fährt sich der GWM Ora 5 Hybrid
Der Hybridantrieb hat auf der ersten Testfahrt richtig Freude gemacht: Der Motor arbeitet sehr leise, die akustische Entkopplung vom Innenraum ist gut gelungen, sodass es im Innenraum angenehm ruhig ist. Die Leistungsentfaltung ist beim Hybrid schön linear und spürbar kräftiger als beim Turbo-Benziner. Insgesamt wirkt der Antrieb stimmiger und runder abgestimmt. Das DHT-Getriebe arbeitet im Hintergrund, ohne sich störend bemerkbar zu machen.

Die Lenkung ist sehr schön abgestimmt und arbeitet angenehm direkt, ohne dabei den Komfort zu vernachlässigen – man bekommt eine gute Rückmeldung von der Straße. Die verschiedenen wählbaren Fahrprogramme wirken sich spürbar auf die Lenkungsintensität aus: Im Sport-Modus wird sie merklich kräftiger. Auch das Fahrwerk überzeugt mit einer sehr ausgewogenen Abstimmung und gutem Federungskomfort – Schlaglöcher und Fugen bringen den Ora 5 nicht aus der Ruhe. Selbst zügigeres Fahren durch Kurven auf der Landstraße klappt beim Hybrid überraschend gut und macht sogar ein bisschen Fahrspaß.

Zum Vergleich: Beim Turbo-Benziner ist der Motor zwar sehr drehmomentstark, die Getriebeabstimmung beim Anfahren und bei niedrigem Tempo ist aber nicht ganz so gelungen – der Ora 5 schaltet die Gänge dort etwas nervös durch, was leicht unharmonisch wirkt. Lenkung und Fahrwerk sind bei beiden Antrieben identisch abgestimmt.

Preise und Ausstattung
Der GWM Ora 5 startet als Turbo-Benziner in der Ausstattungslinie Premium mit einem Listenpreis von 26.990 Euro. Als Luxury kostet er 29.490 Euro. Der hier gezeigte Hybrid kostet jeweils 2.000 Euro mehr und startet damit bei 28.990 Euro in der Premium-Ausstattung bzw. 31.490 Euro als Luxury.

7 Jahre Garantie
GWM gewährt auf den Ora 5 sieben Jahre Fahrzeuggarantie (bis 150.000 km), beim Vollhybrid kommen acht Jahre Garantie auf die Hochvoltbatterie (bis 160.000 km) hinzu.
2.000 Euro Aktionsrabatt zur Markteinführung
Zum Verkaufsstart bietet GWM für den Ora 5 den „Go with more“-Aktionsrabatt an. Damit reduziert sich der Listenpreis aller Modelle um 2.000 Euro. Dieser Aktionsrabatt gilt bis zum 30.09.2026.


Ausstattungsvarianten
| Ora 5 HEV | Ausstattungs-Highlights |
|---|---|
| Premium ab 28.990 Euro | 18-Zoll-Leichtmetallräder, LED-Scheinwerfer, 360°-Kamera, Lichtsensor, Regensensor, 2-Zonen-Klimaautomatik, Innenraum mit Stoff-Polster, 6-fach elektrisch verstellbarer Fahrersitz, Sitzheizung vorne, 10,25-Zoll-Kombiinstrument, Infotainmentsystem mit 14,6-Zoll-Touchscreen, integriertes Navigationssystem mit Online-Anbindung, kabelloses Apple CarPlay und Android Auto, Soundsystem mit 6 Lautsprechern, adaptive Geschwindigkeitsregelanlage mit Stauassistent |
| Luxury 31.490 Euro | zusätzlich/abweichend: elektrisch anklapp- und beheizbare Außenspiegel, abgedunkelte hintere Scheiben, Innenraum mit Kunstleder-Polster, Sitzbelüftung vorne, Lenkradheizung, Memory-Funktion für den Fahrersitz, Ambiente-Beleuchtung, elektrische Heckklappe, automatisch abblendender Innenspiegel, Soundsystem mit 9 Lautsprechern, kabellose Smartphone-Ladestation (50 W) |

Stärken und Schwächen
Vorteile
- Günstiger Einstiegspreis
- Umfangreiche Serienausstattung bereits in der Einstiegsvariante
- Sieben Jahre Fahrzeuggarantie
- Kräftiger und harmonisch abgestimmter Hybridantrieb mit linearer Leistungsentfaltung, gutem Federungskomfort und direkter, aber komfortabler Lenkung
- Gute Übersichtlichkeit und hochauflösende 360-Grad-Kamera
Nachteile
- Hybrid mit geringerem Kofferraumvolumen und niedriger Anhängelast
- Schnellzugriffsleiste am Touchscreen verschwindet bei Nutzung von Android Auto oder Apple CarPlay
- Fahrzeugboden im Fond sitzt vergleichsweise hoch, Beine sind auf der Rückbank leicht angewinkelt

Häufige Fragen zum GWM Ora 5
Der Ora 5 startet als Turbo-Benziner bei 26.990 Euro (UVP) in der Ausstattungslinie Premium. Als Vollhybrid liegt der Einstiegspreis bei 28.990 Euro (UVP). Die höherwertige Luxury-Linie kostet 29.490 Euro (Benziner) bzw. 31.490 Euro (Hybrid).
Zum Marktstart im August 2026 gibt es den Ora 5 mit einem 1,5-Liter-Turbo-Benziner (118 kW/160 PS) oder als Vollhybrid mit 164 kW/223 PS Systemleistung. Beide Varianten haben Frontantrieb. Anfang 2027 sollen eine vollelektrische Version und ein Plug-in-Hybrid folgen.
Der Ora 5 Hybrid kommt laut WLTP auf einen kombinierten Verbrauch von 5,1 l/100 km. Damit liegt er 1,8 l/100 km unter dem Turbo-Benziner, der mit 6,9 l/100 km angegeben wird. Wie sich der Hybrid im realen Alltag schlägt, wird ein ausführlicher Verbrauchstest zeigen.
Nach meiner ersten Testfahrt ist der Hybrid für mich die interessantere Variante. Für 2.000 Euro Aufpreis bietet er nicht nur deutlich mehr Leistung, sondern auch den harmonischeren Antrieb und einen niedrigeren WLTP-Verbrauch. Wer dagegen möglichst günstig einsteigen möchte und mit dem etwas weniger harmonischen Anfahrverhalten des Benziners leben kann, bekommt auch mit dem Turbo-Benziner ein ordentlich ausgestattetes SUV.
Der Turbo-Benziner bietet 422 Liter Kofferraumvolumen, der Vollhybrid wegen der verbauten Batterie 390 Liter. Bei umgeklappter Rücksitzbank wachsen beide Varianten auf 1.120 bzw. 1.088 Liter.
Der Ora 5 als Benziner kann Anhänger gebremst bis 1.200 Kilogramm ziehen. Bei der Hybrid-Version sind es lediglich 750 Kilogramm. Die zulässige Stützlast beträgt bei beiden Varianten 75 Kilogramm.
Grundsätzlich ja. Die Hybrid-Version hat eine zulässige Stützlast von 75 Kilogramm. Entscheidend ist jedoch das Gesamtgewicht aus Anhängerkupplung, Fahrradträger und Fahrrädern. Vor dem Kauf sollte deshalb geprüft werden, ob der konkrete Fahrradträger für die zulässige Stützlast und Anhängerkupplung des Ora 5 freigegeben ist.
GWM gewährt sieben Jahre Fahrzeuggarantie bis 150.000 Kilometer. Beim Vollhybrid kommen acht Jahre Garantie auf die Hochvoltbatterie bis 160.000 Kilometer hinzu.
Kosten-Check: Wann amortisiert sich der Aufpreis?
Der Hybrid kostet 2.000 Euro mehr, verbraucht nach WLTP dafür aber 1,8 Liter weniger auf 100 Kilometer. Bei einem angenommenen Benzinpreis von 2,30 Euro pro Liter ergibt sich eine Ersparnis von rund 4,14 Euro je 100 Kilometer. Rein über die Kraftstoffkosten hat der Hybrid seinen Aufpreis damit nach rund 48.300 Kilometern wieder eingefahren. Wer das Auto länger fährt oder viele Kilometer zurücklegt, fährt mit dem Hybrid also auch finanziell günstiger.

Fazit: Warum ich den Hybrid empfehle
Nach der Probefahrt bin ich positiv überrascht: Der Ora 5 Hybrid liefert einen harmonisch abgestimmten, angenehm leisen Antrieb, ein ausgewogenes Fahrwerk und eine Lenkung, die für dieses Preissegment richtig gut abgestimmt ist – sogar ein bisschen Fahrspaß ist drin. Dazu kommen ein eigenständiges, unverwechselbares Design, eine umfangreiche Serienausstattung und ein Bedienkonzept, das im Alltag größtenteils überzeugt – abgesehen vom Ärgernis mit der verschwindenden Schnellzugriffsleiste bei CarPlay und Android Auto.
Kleinere Kompromisse wie der etwas hohe Fahrzeugboden im Fond muss man für die Multi-Energy-Plattform in Kauf nehmen, fallen im Alltag aber kaum ins Gewicht. Der kleinere Kofferraum und die niedrigere Anhängelast sind dagegen konkrete Nachteile des Hybridantriebs.
Für mich ist der Hybrid trotzdem die interessantere Wahl: Für 2.000 Euro Aufpreis gibt es deutlich mehr Leistung, den harmonischeren Antrieb und einen niedrigeren WLTP-Verbrauch. Wer einen günstigen, gut ausgestatteten Kompakt-SUV mit Hybridantrieb sucht und mit dem eigenständigen Design etwas anfangen kann, bekommt mit dem Ora 5 HEV ein wirklich interessantes Gesamtpaket. Gerade angesichts des Preises ist er einer der spannenderen Neuzugänge in diesem Segment.


