DS N°7 E-Tense im Test: Daniel Przygoda testet Luxus-SUV mit 520 km Reichweite (Foto: Dani Heyne)
DS Automobiles, Fahrbericht

DS N°7 E-Tense im Test: Französischer Luxus abseits des Mainstreams

Der DS N°7 ist ein Premium-SUV für Menschen mit außergewöhnlichen Ansprüchen: schönes Design, hochwertige Materialien und ein Auftritt, der weit weg ist von der nüchternen deutschen Premium-Konkurrenz. Dazu kommen Reichweiten zwischen 543 und bis zu 740 Kilometern bei der Long-Range-Variante. Kann der luxuriöse DS N°7 überzeugen?

DS N°7 E-Tense auf einen Blick

  • Testwagen: DS N°7 E-Tense FWD, Ausstattungslinie Étoile, Topas Blau, Alcantara Eternal Blau, 20-Zoll-Räder
  • Antrieb und Leistung: Elektro, Frontantrieb, 169 kW (230 PS), kurzzeitig 191 kW (260 PS) im Boost
  • Verbrauch im Test: rund 19 kWh/100 km laut Bordcomputer (erster Eindruck, kein standardisierter Test; WLTP: 16,1 bis 17,3)
  • Reichweite (WLTP): bis zu 543 km
  • Ladeleistung DC: 20 bis 80 % in rund 30 Minuten (Herstellerangabe)
  • Kofferraum: 560 bis 1.570 l
  • Preis: ab 56.300 Euro, Testwagen 70.200 Euro
  • Mein Kurzurteil: Stärkste Seite ist das eigenständige Design samt edlem Innenraum, schwächste die wenig praktischen Ablagen im Kofferraum (und kein Frunk).

DS N°7 E-Tense im Überblick

  • Kompakt-SUV (C-SUV), Premium
  • Vollelektrisch (BEV) mit 400-Volt-Technik
  • Front- und Allradantrieb
  • Reichweite (WLTP): bis zu 543 km
  • Preis ab: 56.300 Euro

Der DS N°7 ist das neue Kompakt-SUV von DS Automobiles und setzt auf Komfort, individuelles Design und große Reichweiten. Er löst den DS 7 (2018–2026) ab und ist die erste komplett neu entwickelte Baureihe von DS. Basis ist die STLA Medium Plattform, gebaut wird er im italienischen Stellantis-Werk Melfi. Gegenüber dem Vorgänger wächst er um sieben Zentimeter auf 4,66 Meter, der Radstand legt um fünf Zentimeter auf 2,79 Meter zu. Neben dem Hybrid mit 107 kW (145 PS) gibt es drei Elektrovarianten mit 169 kW bis 257 kW und bis zu 740 km Reichweite. Ende 2026 sollen die ersten Fahrzeuge ausgeliefert werden. Hier im Test die Einstiegsvariante E-Tense FWD mit der 73,7 kWh großen Batterie.

DS N°7 E-Tense FWD in der Heckansicht mit LED-Rückleuchten

Wettbewerber des N°7

Im Segment der elektrischen Premium-Kompakt-SUV trifft der DS N°7 auf diese Alternativen:

  • Audi Q4 e-tron
  • BMW iX1
  • Volvo EX40
  • Genesis GV60
  • Mercedes-Benz GLB EQ
DS N°7 E-Tense in der Variante Étoile (Testwagen für 70.200 Euro) im Test. Die Lackierung Topas Blau kostet 950 Euro Aufpreis.

DS N°7 Außendesign

Das Design beim DS N°7 ist außergewöhnlich und eine der größten Stärken des Fahrzeugs. Die Lichtsignatur ist filigran und schmal, die Matrix-LED-Scheinwerfer wirken aufwendig und edel, hinten greifen die LED-Rückleuchten den Designstil auf. Die Karosserielinien sind scharf gezeichnet, klar definiert und präzise. In einer Zeit, in der viele Autos austauschbar aussehen, fällt der N°7 auf. Definitiv ein Auto, das die Blicke auf sich zieht und neugierig macht. Im Gegensatz zu vielen anderen Premium-Modellen setzt DS auf Eleganz und Individualität.

DS N°7 Maße und Gewichte

Maße und GewichteFWD 169 kW (Testwagen)FWD Long Range 180 kWAWD Long Range 257 kW
Abmessungen
Länge4,66 m4,66 m4,66 m
Breite (ohne Spiegel / mit Spiegeln)1,90 m / 2,10 m
(eingeklappt 1,93 m)
1,90 m / 2,10 m
(eingeklappt 1,93 m)
1,90 m / 2,10 m
(eingeklappt 1,93 m)
Höhe1,63 m1,63 m1,63 m
Radstand2,79 m2,79 m2,79 m
Wendekreis11,8 m11,8 m11,8 m
Stauraum
Kofferraum hinten (Lehne aufrecht / umgeklappt, VDA)560 l / 1.570 l560 l / 1.570 l515 l / 1.525 l
Kofferraum mit HiFi-System FOCAL (aufrecht)545 l545 l500 l
Gewichte
Leergewicht (min.)2.091 kg2.138 kg2.252 kg
Zuladung539 kg562 kg518 kg
Zulässiges Gesamtgewicht2.630 kg2.700 kg2.770 kg
Anhängelast (gebremst 12 % / ungebremst)1.270 kg / 750 kg1.200 kg / 750 kg1.430 kg / 750 kg
Stützlast80 kg80 kg80 kg
Dachlast80 kg80 kg80 kg

DS N°7 Innenraum

Für den DS N°7 gibt es drei verschiedene Interieur-Linien: Bei der Einstiegsvariante Pallas gibt es Stoff (DS Canvas). Die hier gezeigte Version Étoile kommt mit blauem Alcantara, optional ist auch schwarzes und graues Nappaleder aus Bayern verfügbar. Die höchste Version, La Première, ist mit schwarzem Nappaleder ausgekleidet.

Lenkrad in Eternal Blau im X-Shape Design

Typisch für DS ist die besondere Verarbeitung: So tragen die Sitzbezüge ein spezielles Uhrarmband-Design, Perlstich-Nähte und das Clous-de-Paris-Muster. Die Materialkomposition und Verarbeitung sind sehr hochwertig umgesetzt. Eine Ambientebeleuchtung ist serienmäßig. Praktisches: gekühltes Handschuhfach, Armlehnen vorn und hinten, belüftete Induktionsladeschale, 12-V-Steckdosen in der Mittelkonsole und im Kofferraum. Das Panoramadach kostet 1.000 Euro Aufpreis.

Sitzpolster in Alcantara Eternal Blau (AGFL). Die vorderen Sitze verfügen über eine Nackenheizung (Neck Warmer).

Bei Stellantis-Marken erkennt man sonst oft Teile aus dem Konzernbaukasten, beim DS N°7 sind das auf den ersten Blick nur ein, zwei Kleinigkeiten. Stattdessen empfangen einen edle Materialien wie Alcantara in Eternal Blau (im Testwagen), Metallapplikationen, speziell behandeltes Aluminium, Perlstich-Nähte und eigenständig gestaltete Türverkleidungen mit großen Lautsprecherabdeckungen. Das erinnert eher an Mode, Uhrenmanufaktur und Handtaschen als an klassischen Automobilbau: extrovertiert, modisch, einzigartig. Beim DS 7, den ich als Testwagen hatte, fand ich Formen und Tasten teils überfordernd. Beim N°7 ist das deutlich stimmiger gelöst. Man muss sich auf die Gestaltung einlassen, wird aber nicht überfordert.

DS N°7 Cockpit

  • 10-Zoll-Digital-Kombiinstrument
  • Head-up-Display
  • Schaltwippen für die Rekuperation
  • Digitaler Innenspiegel
Fahreransicht im DS N°7: Außergewöhnliches 4-Speichen-Lenkrad in Eternal Blau.

Das Lenkrad sieht eher nach Motoryacht aus als nach Auto, liegt aber sehr gut in der Hand. Die Touch-Flächen kennt man ähnlich vom BMW iX3. Sie sind speziell, dank der Erhebungen findet der Daumen aber seinen Weg. Das funktioniert gut, bleibt aber gewöhnungsbedürftig, hier werden die Meinungen auseinandergehen. Gut: Die Rekuperation lässt sich über Schaltwippen steuern, ein One-Pedal-Modus kann über einen eigenen Schalter in der Mittelkonsole aktiviert werden. Eine Eigenheit ist die Spiegelverstellung: Wegen der großen Lautsprecherabdeckungen in den Türen sitzt sie auf dem Armaturenbrett hinter dem Lenkrad. Beim ersten Einsteigen sucht man sie, danach ist die Lösung praktikabel, und dass es überhaupt eine physische Spiegelverstellung gibt, ist ein Pluspunkt. Das Head-up-Display ist übersichtlich und nicht überladen, es zeigt je nach aktivierter Funktion (etwa Tempomat oder Fahrassistent auf der Autobahn) die passenden Infos.

DS N°7 Infotainmentsystem

  • 16-Zoll-Touchscreen
  • Integriertes Navigationssystem
  • Android Auto und Apple CarPlay kabellos
  • Over-the-Air-Updates serienmäßig
  • Sprachassistent mit ChatGPT-Anbindung
Das Infotainmentsystem im DS N°7 mit 16 Zoll Touchscreen und integriertem Navigationssystem verfügt über eine kabellose Smartphone-Anbindung über Apple CarPlay und Android Auto (ZJDG).

Statt einer riesigen Touchscreen-Flut gibt es einen breiten, vergleichsweise schmalen Bildschirm, und der hat mich positiv überrascht: Lade- und Reaktionszeiten sind sehr kurz, die dunkle, moderne Menügestaltung passt zum Auto, und es gibt keine überbordende Zahl an Einstellmöglichkeiten. Schnellzugriffe für Klimasteuerung und Homescreen am linken und rechten Rand geben Fahrer und Beifahrer je einen eigenen Bereich. Als Fahrer erreicht man den Bildschirm nicht komplett, durch die Schnellzugriffe ist das aber gut gelöst. Sehr gut gefallen haben mir die physischen Tasten an den Sitzen: Ein Druck auf die Taste für Sitzheizung oder Massage öffnet im Zentraldisplay das passende Menü für die Feineinstellung, etwa Massageprogramm oder Belüftung.

DS N°7 Sicherheit und Assistenzsysteme

  • Notbremsassistent mit Fußgänger- und Radfahrer-Erkennung
  • DS Drive Assist 2.0: adaptiver Tempomat mit Stop&Go, Spurhalteassistent und halbautomatischer Spurwechsel per Blinker (70 bis 140 km/h)
  • Toter-Winkel-Warner, Querverkehrswarner hinten, Driver Attention Alert und Wrong Pedal Prevention
  • Rückfahrkamera, 12 Ultraschallsensoren und DS Vision 360 mit vier Kameras
  • DS Night Vision: Infrarotkamera für Nachtsicht (Serie in der La Première, bei der Étoile im Absolute Tech Pack; im Testwagen verbaut)
DS Drive Assist 2.0 (ZVON) mit Radar-Technik ermöglicht halbautomatischen Spurwechsel (SALC).

Die Verkehrszeichenerkennung hat bei der ersten Testfahrt zuverlässig funktioniert. Temporäre Tempolimits bei einer Autobahnbaustelle wurden jedoch trotz guter Sicht komplett ignoriert. Positiv: Die Warnsignale sind angenehm zurückhaltend, und über eine Schnellzugriffstaste lassen sich Warn- und Assistenzfunktionen schnell abschalten. Welche Funktionen dort liegen, kann jeder Fahrer selbst konfigurieren.

DS Night Vision: Nachtsicht als Alleinstellungsmerkmal

Eine Besonderheit in dieser Fahrzeugklasse ist die Nachtsichtkamera: Laut DS bietet kein anderes C-SUV diese Technik. Die DS Night Vision nutzt eine Infrarotkamera in der Front, die die Körperwärme von Menschen und Tieren aus bis zu 300 Metern Entfernung erkennen soll (Herstellerangabe), also lange bevor sie im Scheinwerferlicht auftauchen. Bewegliche Gefahrenquellen wie Fußgänger, Radfahrer und Tiere werden im digitalen Kombiinstrument zunächst gelb umrandet, bei einer kritischen Situation wechselt die Farbe auf Rot und es ertönt zusätzlich eine Warnung. Die Funktion ist aktiv, sobald die Scheinwerfer eingeschaltet sind. Da ich nur tagsüber unterwegs war, konnte ich das System selbst nicht ausprobieren.

DS N°7 Sitze vorne

  • Elektrische Sitzverstellung: Pallas Ergo-Sitze, Étoile Komfort-Sitze (mit Memory-Funktion), La Première Lounge-Sitze
  • Sitzheizung vorn serienmäßig, Bedienung über physische Taste am Sitz, Feineinstellung im Zentraldisplay
  • Sitzbelüftung nur bei den Lounge-Sitzen (Serie La Première, Étoile im Absolute Comfort Pack), im Testwagen vorhanden
  • Massagefunktion ebenfalls nur bei den Lounge-Sitzen, im Testwagen vorhanden
  • DS Neck Warmer (Nackenwärmer) ab Étoile
Vordersitz in Alcantara Eternal Blau mit DS Neck Warmer

Der Sitzkomfort ist gut, aber nicht herausragend. Es gibt viele elektrische Einstellmöglichkeiten und einen guten Verstellbereich, die Ergonomie ist in Ordnung. Als besonders langstreckentauglich würde ich die Sitze aber nicht bezeichnen. Massage und Belüftung sind eine schöne Dreingabe, erzeugen aber hörbare Betriebsgeräusche.

DS N°7 Sitze hinten

Der Radstand wuchs um fünf Zentimeter, die hinteren Türen sind besonders groß. Hinten gibt es eine Mittelarmlehne, LED-Leseleuchten sowie eine eigene Klimazone mit Sitzheizung. Ich habe selbst hinten Platz genommen und die Platzverhältnisse als gut empfunden. Dazu trägt der weitgehend ebene Boden bei, die Batterie baut flach. Die Beinfreiheit ist sehr gut.

Rücksitze: DS N°7 Étoile mit viel Beinfreiheit und großem Glasdach.

Isofix-Halterung

Die beiden äußeren Plätze der Rückbank haben Isofix mit Top-Tether. Die Halterungen sind über Reißverschlüsse im Polster erreichbar. [Bewertung für Familien.]

DS N°7 Kofferraum

  • Volumen: 560 Liter (mit HiFi-System Focal 545 l) bis 1.570 Liter
  • Elektrische Heckklappe, sensorgesteuert
  • Variabler Ladeboden
  • Rücksitzlehne teilbar: 40:20:40

Das Platzangebot ist gut, und der variable Ladeboden ist eine praktische Lösung. Unter dem Boden lassen sich ein paar Kleinigkeiten verstauen. Insgesamt hätten es aber gerne paar mehr praktische Lösungen, wie mehr Haken, Netze oder Ablagefächer sein dürfen. Einen Frunk gibt es ebenfalls nicht. Gerade bei einem Elektroauto wäre er praktisch, um das Ladekabel getrennt vom Gepäck zu verstauen.

DS N°7 E-Tense Kofferraum mit variablem Ladeboden

DS N°7 Technische Daten

Technische DatenFWD 169 kW (Testwagen)FWD Long Range 180 kWAWD Long Range 257 kW
Antrieb
AntriebsartFrontantrieb (FWD)Frontantrieb (FWD)Allradantrieb (AWD)
MotorisierungElektroantrieb (BEV)Elektroantrieb (BEV)Elektroantrieb (BEV)
Motor
Leistung (System)169 kW / 230 PS180 kW / 245 PS257 kW / 350 PS
Leistung Boost (kurzzeitig, bei über 90 % Akkustand)191 kW / 260 PS206 kW / 280 PS276 kW / 375 PS
Drehmoment (System)343 Nm343 Nm509 Nm
Getriebe1-Gang-Automatik (feste Übersetzung)1-Gang-Automatik (feste Übersetzung)1-Gang-Automatik (feste Übersetzung)
Elektromotor und Batterie
SpeichertechnikNMC (Nickel-Mangan-Kobalt)NMC (Nickel-Mangan-Kobalt)NMC (Nickel-Mangan-Kobalt)
Batteriekapazität73,7 kWh97,2 kWh97,2 kWh
Zellherstellerk. A.ACC (Billy-Berclau, Frankreich)ACC (Billy-Berclau, Frankreich)
Bordnetz-Spannung400 V400 V400 V
WärmepumpeSerieSerieSerie
Ladeleistung AC / DC (max.)11 kW (22 kW optional, im Testwagen) / 160 kW11 kW / 160 kW11 kW / 160 kW
Ladezeit DC 20 bis 80 %30 Minuten27 Minuten27 Minuten
Fahrleistungen
Beschleunigung 0 bis 100 km/h7,7 s7,8 s5,4 s
Höchstgeschwindigkeit190 km/h190 km/h190 km/h
Verbrauch und Reichweite (WLTP)
Verbrauch kombiniert16,1 bis 17,3 kWh/100 km16,3 bis 17,6 kWh/100 km17,0 kWh/100 km
CO₂-Emissionen kombiniert0 g/km0 g/km0 g/km
Reichweite kombiniertbis zu 543 kmbis zu 740 kmbis zu 679 km
Elektromotor mit 169 kW (230 PS) und Frontantrieb

Fahreindruck: So fährt sich der DS N°7 E-Tense

Ich bin die frontgetriebene Version gefahren. Der Antrieb entfaltet seine Leistung angenehm und gleichmäßig, das Fahrverhalten ist trotz Frontantrieb neutral und ausgewogen. Die Lenkung war für mich eines der Highlights: direkt, präzise und mit gutem Gefühl für das Fahrzeug. Auf kurvigen Straßen durch Weinberge hat der N°7 richtig Spaß gemacht. Das Fahrwerk ist spürbar komfortorientiert, aber ausgewogen abgestimmt und lässt durchaus Dynamik zu. Der N°7 ist also kein SUV, das nur auf entspanntes Reisen ausgelegt ist. Die Fahrprogramme Eco, Normal und Sport sind vorhanden, eine große Spreizung habe ich zwischen ihnen allerdings nicht gespürt.

Fahreindruck von Autojournalist Daniel Przygoda zum DS N°7 E-Tense.

Rekuperation und One-Pedal-Driving

Dreistufige Rekuperation, wählbar über die Schaltwippen hinter dem Lenkrad. Dazu gibt es den One-Pedal-Modus, der bis zum Stillstand verzögert. Dabei kommt nicht nur die Rekuperation des Elektromotors zum Einsatz, das Bremssystem unterstützt. Auch die Rekuperation über die Schaltwippen hat gut funktioniert.

Bekannter Fahrprogramm-Schalter aus dem Stellantis-Konzernbaukasten: Für One-Pedal-Mode, Fahrprogramme und Lautstärke gibt es eigene Tasten in der Mittelkonsole.

Geräuschniveau

Die Akustikverglasung vorne und hinten sorgt für ein niedriges Geräuschniveau, besonders im Stadtverkehr ist es sehr ruhig. Auf der Autobahn sind bei etwa 130 km/h durch den SUV-Aufbau mehr Fahrgeräusche zu hören. Auch Massage und Sitzbelüftung machen Geräusche. Die Warn- und Hinweistöne sind dagegen angenehm zurückhaltend.

Durchschnittsverbrauch laut Bordcomputer beim FWD lag bei 19 kWh/100 km.

Verbrauch: erster Eindruck

Auf einer rund anderthalbstündigen Runde mit meinem Kollegen Sebastian (Landstraße, Ortsdurchfahrten, Autobahn mit überwiegend 120 bis 130 km/h, kurz 160 km/h, sehr mildes Wetter) zeigte der Bordcomputer rund 19 kWh/100 km an. Das hat uns überrascht, wir hatten unter diesen Bedingungen weniger erwartet (WLTP: 16,1 bis 17,3 kWh). Einordnen muss man den Wert aber: Es fuhren zwei Fahrer, wir haben Fotopausen gemacht, und es war keine standardisierte Messung. Ein belastbarer Testverbrauch ist das nicht, dafür bräuchte es eine längere, reproduzierbare Messung.

DS N°7 in der Lackierung Topas Blau (Optionscode M0BC).

DS N°7 Laden und Ladezeiten

  • Ladeanschluss: Fahrerseite hinten
  • AC-Laden: 11 kW dreiphasig serienmäßig, 22 kW optional (+700 Euro, im Testwagen an Bord)
  • Wärmepumpe: Serie
  • Vorkonditionierung der Batterie: automatisch bei Navigation mit EV-Routing, manuell am Display oder per App
  • Bidirektionales Laden (V2L): 230 V über Adapter
Stecker, LadetypFWD 169 kW (Testwagen)FWD Long Range 180 kW
AWD Long Range 257 kW
Typ 2
Wechselstrom (AC)
Wallbox 11 kW, 20 bis 80 %
Typ2-Stecker, Icon
4:55 h
20–80 %
6:20 h
20–80 %
Typ 2
Wechselstrom (AC)
22 kW (Option), 20 bis 80 %
Typ2-Stecker, Icon
2:35 h
20–80 %
3:15 h
20–80 %
CCS
Gleichstrom (DC)
Schnelllader ab 160 kW, 20 bis 80 %
CCS-Stecker, Icon
0:30 h
20–80 %
0:27 h
20–80 %
Die Ladeklappe beim DS N°7 befindet sich auf der Fahrerseite hinten und öffnet nach oben.

DS N°7 Preise und Ausstattung

Der DS N°7 E-Tense FWD startet als Pallas bei 56.300 Euro. Der Hybrid ist ab 47.700 Euro der günstigste N°7. Es gibt drei Ausstattungsvarianten: Pallas, Étoile und die zum Start limitierte La Première. Metallic-Lackfarben kosten 950 Euro, das Panoramadach 1.000 Euro, die Anhängerkupplung 900 Euro. Die ersten Auslieferungen sind für Ende 2026 geplant.

Armaturenbrett: DS N°7 E-Tense Innenraum mit schmalem Touchscreen und vierspeichigem Lenkrad.
DS N°7 E-TenseAusstattungs-Highlights
Pallas
FWD ab 56.300 Euro
FWD Long Range ab 61.700 Euro
AWD Long Range ab 66.600 Euro
19-Zoll-Leichtmetallräder, Voll-LED-Scheinwerfer, Einparkhilfe vorne und hinten mit Rückfahrkamera, 2-Zonen-Klimaautomatik, Stoffpolster, Sitzheizung vorne, 16-Zoll-Touchscreen mit integriertem Navigationssystem, Android Auto und Apple CarPlay kabellos, belüftete Smartphone-Ladeschale, adaptive Geschwindigkeitsregelung mit Stop&Go, elektrische Heckklappe, Keyless Entry und Start, rahmenloser Innenspiegel, Wärmepumpe, 11-kW-Onboard-Charger, V2L, 22-kW-Ladekabel (Mode 3), DS Connect One (10 Jahre) und Connect Plus (3 Jahre)
Étoile
FWD ab 62.650 Euro
FWD Long Range ab 68.950 Euro
AWD Long Range ab 72.950 Euro
Zusätzlich/abweichend:
20-Zoll-Leichtmetallräder, Alcantara-Polster in Blau, Matrix-LED-Scheinwerfer, beleuchteter Kühlergrill, DS Drive Assist 2.0 (u. a. halbautomatischer Spurwechsel), 360-Grad-Kamerasystem, Komfortsitze mit DS Neck Warmer und Memory-Funktion, elektrisch einstellbare, beheizbare und anklappbare Außenspiegel, digitaler Innenspiegel, Alarmanlage mit Superverriegelung, Akustikverglasung vorne und hinten, DS Active Scan Suspension (Long-Range-Varianten)
La Première
FWD ab 68.150 Euro
FWD Long Range ab 74.450 Euro
AWD Long Range ab 78.450 Euro
Zusätzlich/abweichend:
21-Zoll-Leichtmetallräder, Nappaleder in Schwarz, Sitzbelüftung vorne, Sitzmassage vorne, Neck Warmer, HiFi-System Focal Electra 3D mit 14 Lautsprechern, DS Night Vision, Head-up-Display, beheizbare Windschutzscheibe, Lenkradheizung, schwarz lackiertes Dach
Schmale Matrix-LED-Scheinwerfer (DS PIXELVISION, LA05) mit vertikal verlaufenden Blinkern.

Testwagen

Mein Testwagen war ein DS N°7 E-Tense FWD (169 kW / 230 PS) in der Ausstattungslinie Étoile (Basispreis 62.650 Euro) mit der Lackierung Topas Blau, dem Innenraum in Alcantara Eternal Blau und den 20-Zoll-Leichtmetallrädern Lyrae. Der Gesamtpreis lag bei 70.200 Euro. Zur Sonderausstattung zählten das Panoramadach (1.000 Euro), das Absolute Tech Pack (2.050 Euro, u. a. mit Head-up-Display und Night Vision) und das Absolute Comfort Pack (2.850 Euro, u. a. mit Lounge-Sitzen mit Massage und Belüftung, Focal-Soundsystem, Lenkrad- und Windschutzscheibenheizung). Dazu kam der Onboard-Charger mit 22 kW (700 Euro).

DS N°7 Stärken und Schwächen

Vorteile

  • Eigenständiges Design mit feiner Lichtsignatur
  • Luxuriöser Innenraum mit hochwertigen Materialien
  • Direkte, präzise Lenkung und ausgewogenes, komfortables Fahrwerk
  • Schnelles Infotainmentsystem mit Schnellzugriffen
  • Physische Tasten an den Sitzen und physische Spiegelverstellung
  • Gute Platzverhältnisse hinten dank ebenem Boden
  • DS Night Vision als Option: laut DS in der Klasse einzigartig (von mir tagsüber nicht getestet)

Nachteile

  • Touch-Flächen am Lenkrad gewöhnungsbedürftig, Tasten teils an ungewohnten Stellen
  • Verkehrszeichenerkennung übersah ein Tempolimit an einer Autobahnbaustelle
  • Kofferraum ohne Haken und seitliche Ablagefächer, kein Frunk
  • Laute Geräusche bei Massage- und Belüftungsfunktion
  • Durchschnittliche Ladeleistung
  • Hohe Preise
Luxuriöses Elektro-SUV DS N°7 FWD mit bis zu 543 km Reichweite im Fahrbericht.

Häufige Fragen zum DS N°7 E-Tense

Der DS N°7 E-Tense FWD mit 169 kW (230 PS) startet in der Einstiegsversion Pallas in Deutschland bei 56.300 Euro. Die mittlere Étoile kostet ab 62.650 Euro und für die höchste Ausstattungsvariante La Première werden mindestens 68.150 Euro fällig.

Der WLTP-Verbrauch beim DS N°7 E-Tense FWD (Frontantrieb) liegt bei 16 kWh pro 100 km. Bei der Allrad-Variante sind 16,9 kWh als Durchschnittsverbrauch angegeben.

Der Kofferraum fasst 560 Liter, mit dem HiFi-System von Focal 545 Liter, bei umgeklappter Rückbank bis zu 1.570 Liter. Der Ladeboden ist zweistufig einstellbar. Einen Frunk (Gepäckraum unter der Fronthaube) gibt es beim DS N°7 nicht.

Der Radstand beträgt 2,79 Meter, fünf Zentimeter mehr als beim Vorgänger DS 7. Die Beinfreiheit hinten ist sehr gut, der Boden weitgehend eben. Die beiden äußeren Rücksitzplätze haben Isofix mit Top-Tether, die Halterungen erreicht man über Reißverschlüsse im Polster.

Der E-Tense FWD darf gebremst 1.270 kg (12 % Steigung) und ungebremst 750 kg ziehen. Die Stützlast beträgt 80 kg, die Dachlast ebenfalls 80 kg. Die Anhängerkupplung kostet 900 Euro Aufpreis, die Vorrichtung dafür ist serienmäßig.

Nach WLTP schafft der E-Tense FWD bis zu 543 km. Mit dem ersten Verbrauchseindruck von rund 19 kWh pro 100 km wären es rechnerisch knapp 390 Kilometer.

Die Batterie mit 73,7 kWh lädt laut DS in rund 30 Minuten von 20 auf 80 Prozent. Per Wechselstrom sind 11 kW dreiphasig möglich (22 kW optional), an einer 11-kW-Wallbox dauert 20 auf 80 Prozent etwa 4 Stunden 55 Minuten.

Die Étoile ist der Sweet Spot. Sie bringt Pixelvision-Scheinwerfer, DS Drive Assist 2.0 mit halbautomatischem Spurwechsel, 360-Grad-Kamera, digitalen Innenspiegel und Alcantara-Interieur schon serienmäßig mit. Die Pakete für Head-up-Display und Lounge-Sitze (zusammen 4.900 Euro) sind Geschmackssache.

Die Touch-Flächen am Lenkrad sind gewöhnungsbedürftig, die Verkehrszeichenerkennung übersah ein Tempolimit an einer Autobahnbaustelle, und im Kofferraum fehlen Haken und seitliche Ablagefächer. Einen Frunk gibt es nicht. Ebenso ist der Listenpreis für den DS N°7 sehr hoch.

Zu den Alternativen zählen der Audi Q4 e-tron, der BMW iX1 und der Volvo EX40. Der DS N°7 hebt sich mit seinem eigenständigen Design und der Materialwahl von ihnen ab.

Offiziell heißt das Modell DS N°7 und wird DS Nummer Sieben gesprochen. Gesucht und geschrieben wird es oft auch als DS N7, DS No7 oder DS Nr. 7. Nicht verwechseln: Der DS 7 ist der Vorgänger.

DS N°7 Étoile E-Tense in Topas Blau

Fazit zum Fahrbericht: DS N°7 E-Tense

Der DS N°7 E-Tense überzeugt vor allem durch sein eigenständiges Design, den hochwertigen Innenraum und ein überraschend agiles und zugleich komfortables Fahrverhalten. DS geht bewusst einen anderen Weg als viele Premium-SUV: Außen wirkt er filigran und präzise, innen fließen viel Mode und und Handwerkskunst ein, das man in dieser Form im Automobilbau eher aus dem Luxus-Segment kennt. Die Bedienung ist trotz einiger Eigenheiten durchdacht, die Lenkung direkt, das Fahrwerk ausgewogen, das Geräuschniveau im Alltag angenehm niedrig. Nicht alles ist perfekt: So viel Mühe sich DS bei der Verarbeitung und den Materialien gegeben hat, fehlt es an praktischen Details im Gepäckraum. Wer sich von grauen Standard-SUV abheben will, Wert auf ein besonderes Design legt und sich an schönen Materialien erfreut, für den ist der DS N°7 eine gute Wahl. Dafür muss man allerdings bereit sein, einiges zu investieren: Der hier gezeigte Testwagen kostete 70.200 Euro.

DS N°7 E-Tense mit bis zu 543 km Reichweite im Fahrbericht von Daniel Przygoda (Foto: Dani Heyne)

Fotos: Dani Heyne; Daniel Przygoda

Transparenzhinweis: Anreise und Verpflegung im Rahmen der Fahrveranstaltung wurden vom Hersteller übernommen. Die Berichterstattung erfolgte unabhängig und ohne Vorgaben zum Inhalt.

Daniel Przygoda

Daniel Przygoda ist Automobil-Journalist aus Dortmund und Gründer von 3ve-Blog.de. Was ihn von vielen anderen Autojournalisten unterscheidet: Er kennt die Automobilindustrie nicht nur von Presseterminen und Testfahrten, sondern aus eigener beruflicher Erfahrung.

Seine Karriere in der Automobilbranche begann 2001 im Opel-Werk Bochum. Seitdem hat er mehr als zwei Jahrzehnte Erfahrung in unterschiedlichen Bereichen der Automobilindustrie gesammelt – unter anderem in Forschung und Marktanalyse in einer langjährigen Zusammenarbeit mit dem renommierten Automobilexperten Prof. Dr. Ferdinand Dudenhöffer sowie in der Fahrzeugentwicklung, Systemintegration und Industrialisierung bei verschiedenen OEMs und Tier-1-Zulieferern, darunter Mercedes-Benz. Als Ingenieur verfügt er über fundierte Kenntnisse der technischen, wirtschaftlichen und strategischen Zusammenhänge moderner Fahrzeugentwicklung.

Parallel dazu berichtet er seit 2015 journalistisch über die Automobilbranche. Auf 3ve-Blog.de hat er mehr als 300 Beiträge veröffentlicht und produziert regelmäßig Kurzvideoformate für Social-Media-Plattformen. In dieser Zeit hat er über 700 Fahrzeuge unterschiedlichster Hersteller getestet – vom Kleinwagen und Elektroauto über Performance-SUVs bis hin zu klassischen Verbrennern und Sportwagen.

Neben seiner journalistischen Tätigkeit bringt Daniel Przygoda seine Erfahrung auch in Wettbewerbsanalysen und Vergleichsfahrten der Automobilindustrie ein. Dabei bewertet er Fahrzeuge aus Kundenperspektive und liefert Einschätzungen zu Produkteigenschaften, Fahrzeugkonzepten und Nutzererwartungen.

Auf 3ve-Blog.de erklärt er, was ein Fahrzeug im Alltag wirklich leistet – technisch fundiert, praxisnah und als unabhängige Entscheidungshilfe für Fahrberichte, Fahrzeugtests und Kaufberatungen.

Für dich vielleicht ebenfalls interessant …