Land Breeze Green Pearl Metallic / Bluish Black Pearl Metallic Land Breeze Green Pearl Metallic / Bluish Black Pearl Metallic
Fahrbericht, Suzuki

Suzuki e Vitara Comfort+ im Test: Viel Platz, wenig Ladetempo

Der Suzuki e Vitara ist das erste vollelektrische Modell der Marke und bringt gleich zwei Suzuki-Tugenden mit: viel Platz auf wenig Fläche und ein robustes, eigenständiges Design. Ich bin den e Vitara Comfort+ mit 61-kWh-Batterie und Frontantrieb im Alltag gefahren. Für wen eignet sich dieses Kompakt-SUV wirklich?

Suzuki e Vitara Comfort+ auf einen Blick

  • Testwagen: Suzuki e Vitara eAxle Comfort+ (61-kWh-Batterie, Frontantrieb)
  • Antrieb und Leistung: Frontantrieb, 128 kW (174 PS)
  • Verbrauch im Test: 19 bis 20 kWh/100 km (WLTP: 15,1 kWh/100 km)
  • Reichweite (WLTP): 426 km
  • Ladeleistung DC: 70 kW, 10 bis 80 % in 45 Minuten
  • Kofferraum: 238 bis 1.052 l
  • Preis: ab 40.490 Euro, Testwagen 41.780 Euro (inkl. Zweifarblackierung)
  • Mein Kurzurteil: Viel Platz und ein wertiger Innenraum treffen auf eine indirekte Lenkung und eine für Langstrecken eher schwache Ladeleistung.

Suzuki e Vitara im Überblick

  • Segment: Kompakt-SUV (B-Segment)
  • Antrieb: Elektroantrieb (BEV)
  • Leistung: 128 kW (174 PS)
  • Reichweite (WLTP): 426 km
  • Preis ab: 29.990 Euro (Comfort+ mit 61-kWh-Batterie ab 40.490 Euro)
Kompakter Elektro-SUV im Test: Suzuki e Vitara Comfort+ mit bis zu 426 km Reichweite.

Der Suzuki e Vitara ist das erste vollelektrische Modell der Marke und tritt als Kompakt-SUV im B-Segment an. Er basiert auf einer neu entwickelten E-Auto-Plattform, die Suzuki gemeinsam mit Toyota entwickelt hat, und wird im indischen Werk Gujarat gebaut. Aus derselben Kooperation stammt auch der technisch eng verwandte Toyota Urban Cruiser, der auf denselben Abmessungen und derselben Technik aufbaut, sich aber im Design unterscheidet. Der lange Radstand ermöglicht einen großen und variabel nutzbaren Innenraum.

LED-Scheinwerfer sind beim Suzuki e Vitara serienmäßig.

Wettbewerber des e Vitara

Im Segment der elektrischen Kompakt-SUV trifft der e Vitara auf eine wachsende Zahl an Alternativen, die teils günstiger, teils schneller laden:

Suzuki e Vitara Außendesign

Schon auf den ersten Blick wirkt der e Vitara markant und eigenständig, er lässt sich nicht mit einem x-beliebigen Kompakt-SUV verwechseln. Das Design passt gut zu Suzuki und bringt einen Hauch Robustheit mit, ohne dabei aufdringlich zu wirken. Besonders im direkten Vergleich mit dem technisch verwandten Toyota Urban Cruiser hebt sich der e Vitara deutlich ab. Auch das Lichtdesign ist eigenständig gelöst: Es wirkt modern, ohne dem aktuellen Trend zu durchgehenden Lichtleisten zu folgen. Auffällig sind zudem die markanten Schweller an den Flanken, die dem e Vitara zusätzlichen Offroad-Charakter verleihen und optisch richtig gut wirken.

LED-Heckleuchten: Der Suzuki e Vitara mit markantem Heck-Design.

Suzuki bietet bei den Außenlackierung zahlreiche Farbkombinationen an. Der hier gezeigte Testwagen ist in der Zweifarblackierung Land Breeze Green Pearl Metallic mit schwarzem Dach lackiert und rollt auf den größeren 19-Zoll-Leichtmetallrädern, die dem Comfort+ vorbehalten sind, die Basisversion Club fährt auf 18 Zoll.

Suzuki e Vitara Comfort+ 19-Zoll-Alufelgenmit Aerodynamik Radabdeckung (225/50 R19).

Suzuki e Vitara Maße und Gewichte

Maße und GewichteSuzuki e Vitara Comfort+ (61 kWh, Frontantrieb)
Abmessungen
Länge4,28 m
Breite1,80 m
Höhe1,64 m
Radstand2,70 m
Wendekreis10,4 m
Stauraum
Kofferraum238–1.052 l
Gewichte
Leergewicht1.835 kg
Zuladung415 kg
Zulässiges Gesamtgewicht2.250 kg
Anhängelast (gebremst / ungebremst)750 kg / 750 kg
Stützlast75 kg
Dachlast75 kg

Suzuki e Vitara Innenraum

Im Innenraum hinterlässt der e Vitara einen erstaunlich wertigen Eindruck, wie man es von einer japanischen Marke erwartet. Die Materialien fühlen sich weich und ansprechend an, die Verarbeitungsqualität ist gut, und Suzuki hat bei der Auswahl der Materialien eine gute Wahl getroffen. Der Comfort+ verfügt sogar über ein Glasdach, was für einen hellen Innenraum sorgt. Öffnen lässt es sich leider nicht, aber bei Bedarf über ein Rollo komplett abdunkeln.

Armaturenbrett beim Suzuki e Vitara in Braun-Schwarz mit digitaler Instrumentierung (10,25") und Touchscreen (10,1")

Besonders gut gefällt mir die Gestaltung der Mittelkonsole: Sie ist breit, zweistöckig aufgebaut und bietet viele Ablagen, etwa für Becher und Kleinkram, eine induktive Ladefläche fürs Smartphone und ein praktisches Fach unter der Mittelarmlehne. Im unteren Bereich der Konsole liegen zusätzliche Ablagen und die USB-Anschlüsse. Die sind allerdings sehr schwer erreichbar, während der Fahrt ist es für den Fahrer praktisch nicht möglich, ein USB-Kabel anzuschließen. Die Einbaulage ist ungünstig, und als weitere Hürde sitzen noch Klappen vor den Anschlüssen. Auch die Türablagen sind großzügig bemessen. Weniger gut gefällt mir dagegen die hochglänzende schwarze Oberfläche der Konsole. Hochglanzflächen im Innenraum brauche ich nicht, sie sind ein Magnet für Fingerabdrücke und Staub. Andere Hersteller zeigen, dass es auch mit Materialien geht, die nicht bei jedem Griff sichtbare Spuren hinterlassen. Mein Testwagen war noch sehr neu, zeigte aber bereits erste Kratzer auf der Hochglanzfläche.

Suzuki e Vitara Cockpit

  • 10,25 Zoll digitales Kombiinstrument
  • Lenkradheizung (ab Ausstattungslinie Comfort)
  • Multifunktionslenkrad mit ausschließlich physischen Tasten
Fahrerperspektive: 2-Speichen Lederlenkrad, 10,25 Zoll Digitalinstrumentierung und 10,1 Zoll Touchscreen.

Das digitale Kombiinstrument ist sehr ansprechend und übersichtlich gestaltet. Die Anzeigen haben ein klassisches Layout und lassen sich beliebig anpassen. Sogar die Navigationskarte von Android Auto vom Smartphone lässt sich im Kombiinstrument anzeigen, was sehr praktisch ist und nicht jedes Auto bietet. Ein Head-up-Display gibt es beim e Vitara nicht. Das Multifunktionslenkrad hat viele Tasten, aber ausschließlich physische, was die Bedienung sehr freundlich macht. Ergänzt wird das durch eine klassische Tastenleiste mit Knöpfen und Drehreglern auf dem Armaturenbrett, die vieles direkt bedienbar macht, ohne den Touchscreen zu bemühen. Ein Manko: Der Verstellbereich des Lenkrads hätte für meinen Geschmack größer ausfallen können, in Kombination mit der zu kurzen Sitzfläche vorn habe ich keine wirklich optimale Sitzposition gefunden. An dieser Stelle verschenkt Suzuki Potenzial.

Suzuki e Vitara Infotainmentsystem

  • 10,1 Zoll Touchscreen für Multimedia und Fahrzeugeinstellungen
  • Integriertes Navigationssystem
  • Kabelloses Apple CarPlay und Android Auto
  • USB-Anschlüsse in der Mittelkonsole, im Fahralltag schwer erreichbar (siehe Kapitel Innenraum)
  • Infinity Premium Sound System mit 6 Lautsprechern und Subwoofer (Comfort+)
10,1 Zoll Touchscreen mit übersichtlichem Benutzermenü.

Der Touchscreen liegt etwas weit weg und ist dadurch schwierig zu erreichen. Die Menüstruktur ist sehr übersichtlich gestaltet, Aufteilung und Layout stimmen. Das Design ist ansprechend, hier hat sich Suzuki Mühe gegeben, wirkt an einigen Stellen aber altbacken. Altbacken scheint auch das System selbst zu sein, denn die langen Reaktions- und Ladezeiten fallen negativ auf. Das macht keinen Spaß und nervt häufig. Da hilft es auch nicht, dass für die Aktivierung der Sitzheizung erst eine Animation mit drehenden Sitzen abläuft. Das dauert viel zu lange und lenkt während der Fahrt zusätzlich ab.

Suzuki e Vitara Sicherheit und Assistenzsysteme

  • Euro NCAP: 4 von 5 Sternen (78/100 Punkten)
  • Dual-Sensor gestützte aktive Bremsunterstützung mit Frontalaufprall- und Querverkehrserkennung
  • Adaptiver Tempomat mit Berücksichtigung erkannter Geschwindigkeitsbegrenzungen, Spurhaltewarnsystem mit Lenkeingriff und Spurhaltefunktion
  • Toter-Winkel-Warner, Ausparkassistent (RCTA-Warnung beim rückwärtigen Ausparken), Verkehrszeichenerkennung, Müdigkeitserkennung
  • 360-Grad-Kamera (Comfort+) und Rückfahrkamera, Einparkhilfe vorn und hinten

Positiv aufgefallen ist mir die Verkehrszeichenerkennung: Sie hat im Test sehr zuverlässig funktioniert, Tempolimits wurden durchgehend korrekt erkannt. Auch beim Rangieren und Einparken zeigt sich der e Vitara alltagstauglich, das Kamerasystem liefert eine ausreichende Auflösung und hilft, den Überblick zu behalten.

Sitze vorne

  • Fahrersitz elektrisch verstellbar (10-Wege inkl. Lordosenstütze, Comfort+), Beifahrersitz manuell
  • Dreistufige Sitzheizung vorn, Bedienung über den Touchscreen

Der Fahrersitz lässt sich elektrisch verstellen, der Beifahrersitz nur manuell. Die Sitzfläche lässt sich neigen, ist für meinen Geschmack jedoch etwas zu kurz geraten, das kann für größere Personen unbequem werden. Auch ich habe während des Tests keine wirklich bequeme Sitzposition gefunden und etwas mehr Seitenhalt hätte ich mir ebenfalls gewünscht.

Schwarz-braune Stoff-Kunstlederpolster im Suzuki e Vitara Comfort+ mit 3-stufiger Sitzheizung.

Sitze hinten

Der Innenraum ist sehr variabel gestaltet, vor allem im hinteren Teil. Der Fond bietet extrem viel Beinfreiheit, fast wie in der Oberklasse. Die Rücksitze lassen sich um 16 Zentimeter längs verschieben, die Rückenlehnen sind in der Neigung verstellbar. Das ermöglicht es, je nach Bedarf mehr Beinfreiheit für die Fondpassagiere oder mehr Platz im Kofferraum zu schaffen.

Praktisch: verschiebbare Rücksitzbank im Suzuki e Vitara. Die Sitzflächen sind groß und der Sitzkomfort hoch.

Isofix-Halterung

Isofix-Kindersitzbefestigungen mit Top-Tether sind serienmäßig auf den beiden äußeren Fondsitzen vorhanden.

Suzuki e Vitara Kofferraum

  • Volumen: 238 l (Lehne aufrecht), 562 l (Lehne umgeklappt), bis zu 1.052 l
  • Doppelter Kofferraumboden
  • Rücksitzlehne teilbar: 40:20:40
Sehr gut gelöst ist der variable Gepäckraum im Suzuki e Vitara mit ebener und übergangsfreier Ladefläche.

Der Kofferraum lässt sich durch die verschiebbare Rücksitzbank sehr gut nutzen. Clever gelöst sind die Klappen, die dafür sorgen, dass keine Lücke zwischen Gepäckraumboden und Rückenlehne der Rücksitzbank entsteht, sodass eine übergangsfreie Ladefläche entsteht. Die Rückenlehnen sind im Verhältnis 40:20:40 separat umklappbar, das schafft zusätzliche Flexibilität, etwa um lange Gegenstände mit weiterhin zwei Mitfahrern im Fond zu transportieren.

Suzuki e Vitara Technische Daten

Technische DatenClub
(49 kWh)
Comfort+
(61 kWh), Testwagen
Comfort+ ALLGRIP-e
(61 kWh, Allrad)
Antrieb
AntriebsartFrontantrieb (FWD)Frontantrieb (FWD)Allradantrieb (AWD)
MotorisierungElektroantrieb (BEV)Elektroantrieb (BEV)Elektroantrieb (BEV)
Motor
Leistung (System)106 kW / 144 PS128 kW / 174 PS135 kW / 183 PS
Drehmoment193 Nm193 Nm307 Nm
Getriebe1-Stufen-Automatikgetriebe1-Stufen-Automatikgetriebe1-Stufen-Automatikgetriebe
Batterie
SpeichertechnikLFP (Lithium-Eisenphosphat)LFP (Lithium-Eisenphosphat)LFP (Lithium-Eisenphosphat)
Batteriekapazität49 kWh61 kWh61 kWh
Hochvolt-Architektur400 V
Wärmepumpevorhanden
Ladeleistung AC / DC (max.)11 kW / 55 kW11 kW / 70 kW11 kW / 70 kW
Ladezeit DC 10 bis 80 %45 Minuten
Fahrleistungen
Beschleunigung 0 bis 100 km/h9,6 s8,7 s7,4 s
Höchstgeschwindigkeit150 km/h
Verbrauch und Reichweite (WLTP)
Verbrauch kombiniert14,9 kWh/100 km15,1 kWh/100 km16,6 kWh/100 km
CO₂-Emissionen kombiniert0 g/km
Reichweite kombiniert344 km426 km395 km
Leergewicht1.775 kg1.835 kg1.935 kg
Frontantrieb mit 128 kW (174 PS) starkem Elektroantrieb.

Fahreindruck: So fährt sich der Suzuki e Vitara

Angetrieben wird mein e Vitara Comfort+ über die Vorderachse mit 128 kW. Der Vortrieb wirkt trotzdem drehmomentstark und macht Spaß, der Antrieb ist spürbar sportlich abgestimmt. Wer mehr Traktion möchte, kann zur Allradversion ALLGRIP-e greifen, die einen zusätzlichen Motor an der Hinterachse und eine Systemleistung von 135 kW (183 PS) mitbringt.

Weniger überzeugt die Lenkung. Sie ist sehr indirekt und mit geringem Rückstellmoment ausgelegt. Das ist zwar komfortbetont, das schwache Rückstellmoment hat mir aber nicht sonderlich gefallen, dadurch wirkt das Fahrzeug insgesamt eher träge als agil. Das Fahrwerk selbst ist dagegen schön ausgewogen abgestimmt und liegt angenehm auf der Straße.

Fahreindruck: Erfahrungen mit dem Suzuki e Vitara von Auto-Journalist Daniel Przygoda.

Rekuperation und One-Pedal-Driving

Die Steuerung der Rekuperation ist leicht umgesetzt: Wer sie nutzen möchte, aktiviert sie über einen eigenen Knopf in der Mittelkonsole. Ansonsten fährt der e Vitara ohne spürbare Rekuperation. Aktiviert verzögert er spürbar stark. Einen One-Pedal-Modus, mit dem das Fahrzeug vollständig zum Stehen kommt, gibt es leider nicht.

Verbrauch im Alltag

Etwas verwundert hat mich der hohe Verbrauch. Während des Tests waren die Außentemperaturen mild, gefahren bin ich normal und nicht übermäßig schnell. Dennoch lag der Verbrauch zwischen 19 und 20 kWh/100 km, was ich für ein Fahrzeug dieser Größe zu viel finde, zumal Suzuki einen WLTP-Wert von 15,1 kWh/100 km angibt. Auf die Reichweite gerechnet bedeutet das rund 305 bis 320 Kilometer in der Praxis, statt der 426 Kilometer nach WLTP.

Der Durchschnittsverbrauch beim Suzuku e Vitara im Alltag lag bei über 19 kWh/100 km.

Suzuki e Vitara Laden und Ladezeiten

Der Ladeanschluss beim Suzuki e Vitara befindet sich auf der Fahrerseite am vorderen Kotflügel. Die Ladeleistung beim Gleichstromladen beträgt lediglich 70 kW. Für eine Ladung von 10 auf 80 Prozent muss man rund eine dreiviertel Stunde einplanen. Wenn man ein Fahrprofil mit langen Standzeiten und Lademöglichkeit vor Ort hat, ist das in Ordnung. Für lange Strecken, bei denen zwischengeladen werden muss, ist das dagegen zu langsam.

DC-Ladeleistung beim Suzuki e Vitara mit 61-kWh-Batterie beträgt lediglich 70 kW, entsprechend lange dauert das Vollladen von 10 bis 80 Prozent: 45 Minuten.
Stecker, LadetypMax. LadeleistungLadezeit (h:mm)
Typ 2
Wechselstrom (AC)
Wallbox, Ladesäule
Typ2-Stecker, Icon
11 kW
(3-phasig)
5:30
0 bis 100 %
CCS
Gleichstrom (DC)
Schnellladestation
CCS-Stecker, Icon
70 kW0:45
10 bis 80 %
Die Ladezeit (DC-Laden) 10–80 % beträgt lange 45 Minuten. Die Ladeleistung liegt bei maximal 70 kW.

Suzuki e Vitara Preise und Ausstattung

Der Suzuki e Vitara startet bei 29.990 Euro für die Basisversion Club mit der kleinen 49-kWh-Batterie. Mit der großen 61-kWh-Batterie und Frontantrieb wird er ab 36.490 Euro (Comfort) beziehungsweise 40.490 Euro (Comfort+) angeboten. Die Allradversion ALLGRIP-e kostet in der Ausstattungslinie Comfort 39.490 Euro, in Comfort+ 42.990 Euro. Die Lackierung in Weiß ist inklusive, die übrigen Einfarblackierungen kosten 890 Euro Aufpreis, die Zweifarblackierungen zwischen 400 und 1.290 Euro.

Suzuki e VitaraAusstattungs-Highlights
Club (49 kWh, 344 km Reichweite)
Frontantrieb, 106 kW (144 PS)
ab 29.990 Euro
18 Zoll Leichtmetallräder, LED-Scheinwerfer, Lichtsensor, Regensensor, Stoff-Polster, Klimaautomatik, automatisch abblendender Innenspiegel, Infotainmentsystem mit 10,1 Zoll Touchscreen, Android Auto und Apple CarPlay kabellos, Soundsystem mit 4 Lautsprechern, Ambientebeleuchtung, Rücksitze verschiebbar und neigungsverstellbar, Geschwindigkeitsregelanlage, Verkehrszeichenerkennung, Spurhaltesystem, Parksensoren vorne und hinten, Rückfahrkamera, hintere Scheiben abgedunkelt, Wärmepumpe
Comfort (61 kWh, 426 km Reichweite)
Frontantrieb, 128 kW (174 PS)
ab 36.490 Euro

Comfort (61 kWh, 395 km Reichweite)
ALLGRIP-e Allrad, 135 kW (183 PS)
ab 39.490 Euro
Zusätzlich/abweichend:
Außenspiegel beheizbar, Sitzheizung vorne, Lenkradheizung
Comfort+ (61 kWh, 426 km Reichweite)
Frontantrieb, 128 kW (174 PS)
ab 40.490 Euro

Comfort+ (61 kWh, 395 km Reichweite)
ALLGRIP-e Allrad, 135 kW (183 PS)
ab 42.990 Euro
Zusätzlich/abweichend:
19 Zoll Leichtmetallräder, Fernlichtassistent, Glasdach, Stoff-Kunstleder-Polster, Soundsystem mit 6 Lautsprechern und Subwoofer, Smartphone Ladestation (Induktivladung), 360-Grad-Kamera
Niedrige Auflösung der Rückfahrkamera mit 360-Grad-Ansicht und dynamischen Führungslinien im Suzuki e Vitara auf dem 10,1 Zoll Display.

Testwagen

Der gezeigte Testwagen ist ein e Vitara eAxle Comfort+ mit 61-kWh-Batterie und Frontantrieb (128 kW/174 PS) mit einem Grundpreis von 40.490 Euro. Als Sonderausstattung ist die Zweifarblackierung Land Breeze Green Pearl Metallic mit schwarzem Dach an Bord, die mit 1.290 Euro Aufpreis zu Buche schlägt. Damit liegt der Gesamtpreis des Testwagens bei 41.780 Euro.

Kompakter Elektro-SUV im Test: Suzuki e Vitara Comfort+ mit bis zu 426 km Reichweite.

Kaufempfehlung

Wer sich für den e Vitara entscheidet, sollte zur großen 61-kWh-Batterie greifen, die kleine Club-Version mit 49 kWh wirkt angesichts des ohnehin höheren Praxisverbrauchs knapp bemessen. Bei der Ausstattungslinie reicht aus meiner Sicht Comfort: Sitz- und Lenkradheizung sind damit an Bord, auf Extras wie das Glasdach oder die 360-Grad-Kamera lässt sich eher verzichten.

Suzuki e Vitara Stärken und Schwächen

Vorteile

  • Markantes, eigenständiges Design
  • Sehr viel Platz im Fond und variable Rücksitzbank
  • Sehr gut nutzbarer Kofferraum mit übergangsfreiem Ladeboden
  • Wertiger Innenraum mit guter Materialauswahl
  • Klassisches Bedienkonzept mit physischen Tasten am Lenkrad und auf dem Armaturenbrett
  • Zuverlässige Verkehrszeichenerkennung

Nachteile

  • Langsames, teils altbackenes Infotainmentsystem
  • Indirekte Lenkung mit schwachem Rückstellmoment
  • Niedrige DC-Ladeleistung von rund 70 kW
  • Hochglanzschwarze Mittelkonsole: schmutz- und kratzanfällig
Suzuki e Vitara eAxle (128 kW/174 PS) im Fahrbericht auf www.3ve-Blog.de

Häufige Fragen zum Suzuki e Vitara

Der Suzuki e Vitara startet bei 29.990 Euro für die Basisversion Club mit 49-kWh-Batterie. Die getestete Ausstattungslinie Comfort+ mit 61-kWh-Batterie und Frontantrieb kostet ab 40.490 Euro. Mein Testwagen kommt mit der Zweifarblackierung Land Breeze Green Pearl Metallic und schwarzem Dach (Aufpreis 1.290 Euro) auf einen Gesamtpreis von 41.780 Euro.

Im Test lag der Verbrauch des e Vitara Comfort+ zwischen 19 und 20 kWh/100 km bei milden Temperaturen und normaler Fahrweise. Der WLTP-Wert liegt bei 15,1 kWh/100 km, der Praxiswert also deutlich darüber.

Der Kofferraum fasst 238 Liter bei aufrechter Rücksitzlehne und 562 Liter mit umgeklappter Lehne nach VDA-Norm, laut Hersteller sind maximal bis zu 1.052 Liter möglich. Dank verschiebbarer Rückbank und cleverer Klappen entsteht eine übergangsfreie Ladefläche.

Im Fond bietet der e Vitara extrem viel Beinfreiheit, fast wie in der Oberklasse. Die Rücksitze lassen sich 16 Zentimeter längs verschieben und in der Neigung verstellen. Isofix-Halterungen sind serienmäßig auf den beiden äußeren Fondsitzen vorhanden.

Die Anhängelast des e Vitara liegt gebremst und ungebremst bei jeweils 750 kg, die Stützlast bei 75 kg. Damit eignet er sich für kleinere Anhänger, für schwere Lasten wie einen großen Wohnwagen ist er nicht ausgelegt.

Suzuki gibt für den e Vitara Comfort+ mit 61-kWh-Batterie eine WLTP-Reichweite von 426 Kilometern an. Beim gemessenen Testverbrauch von 19 bis 20 kWh/100 km ergibt sich rechnerisch eine Praxisreichweite von rund 305 bis 320 Kilometern.

An der Wallbox lädt der e Vitara mit bis zu 11 kW dreiphasig. An der Schnellladesäule habe ich im Test eine DC-Leistung von rund 70 kW gemessen, eine Ladung von 10 auf 80 Prozent dauerte etwa 45 Minuten. Für ein Fahrzeug mit 61-kWh-Batterie ist das für Langstrecken eher langsam.

Die Ausstattungslinie Comfort mit der großen 61-kWh-Batterie bietet aus meiner Sicht das beste Preis-Leistungs-Verhältnis: Sitz- und Lenkradheizung sind serienmäßig an Bord.

Die größten Schwächen im Test waren das langsame und teils altbackene Infotainmentsystem, die indirekte Lenkung mit schwachem Rückstellmoment sowie die für eine 61-kWh-Batterie niedrige DC-Ladeleistung von rund 70 kW.

Als Alternativen zum Suzuki e Vitara kommen unter anderem der Honda e:Ny1, der MG S5 EV, der Leapmotor B03X, der Hyundai Kona Elektro und der Jeep Avenger Electric infrage. Der MG S5 EV punktet mit seinem Preis, mit mehr Reichweite und einem echten One-Pedal-Modus. Der Honda e:Ny1 setzt stärker auf Komfort, der Leapmotor B03X auf einen günstigen Einstiegspreis. Beim Jeep Avenger Electric und beim Hyundai Kona Elektro lohnt sich vor allem ein Blick auf die Ladeleistung, die bei beiden höher liegt als beim e Vitara.

Fazit: Suzuki e Vitara im Test

Der e Vitara ist eigentlich ein super praktisches und variables Auto, das extrem viel Platz bietet und einen hochwertigen Innenraum besitzt. Auch das Design gefällt mir sehr gut, markant, eigenständig und echt klasse. Aber man braucht Geduld: beim Infotainmentsystem und an der Ladesäule. Wer ein Fahrprofil mit planbaren Strecken hat und idealerweise über eine eigene Lademöglichkeit verfügt, ob zu Hause oder am Arbeitsplatz, für den könnte sich der e Vitara als praktischer Begleiter erweisen, eher in der Rolle als Zweitwagen. Durch die langen Ladezeiten ist er dagegen nichts für die Langstrecke.

Daniel Przygoda testet den Suzuki e Vitara - kompaktes Elektro-SUV B-Segment.

Fotos: Giolina Güttler, Daniel Przygoda

Transparenzhinweis: Das vorgestellte Fahrzeug wurde dem Autor vom Hersteller für den Testzeitraum zur Verfügung gestellt. Die Berichterstattung erfolgte redaktionell unabhängig und ohne inhaltliche Vorgaben oder Einflussnahme durch den Hersteller.

Daniel Przygoda

Daniel Przygoda ist Automobil-Journalist aus Dortmund und Gründer von 3ve-Blog.de. Was ihn von vielen anderen Autojournalisten unterscheidet: Er kennt die Automobilindustrie nicht nur von Presseterminen und Testfahrten, sondern aus eigener beruflicher Erfahrung.

Seine Karriere in der Automobilbranche begann 2001 im Opel-Werk Bochum. Seitdem hat er mehr als zwei Jahrzehnte Erfahrung in unterschiedlichen Bereichen der Automobilindustrie gesammelt – unter anderem in Forschung und Marktanalyse in einer langjährigen Zusammenarbeit mit dem renommierten Automobilexperten Prof. Dr. Ferdinand Dudenhöffer sowie in der Fahrzeugentwicklung, Systemintegration und Industrialisierung bei verschiedenen OEMs und Tier-1-Zulieferern, darunter Mercedes-Benz. Als Ingenieur verfügt er über fundierte Kenntnisse der technischen, wirtschaftlichen und strategischen Zusammenhänge moderner Fahrzeugentwicklung.

Parallel dazu berichtet er seit 2015 journalistisch über die Automobilbranche. Auf 3ve-Blog.de hat er mehr als 300 Beiträge veröffentlicht und produziert regelmäßig Kurzvideoformate für Social-Media-Plattformen. In dieser Zeit hat er über 700 Fahrzeuge unterschiedlichster Hersteller getestet – vom Kleinwagen und Elektroauto über Performance-SUVs bis hin zu klassischen Verbrennern und Sportwagen.

Neben seiner journalistischen Tätigkeit bringt Daniel Przygoda seine Erfahrung auch in Wettbewerbsanalysen und Vergleichsfahrten der Automobilindustrie ein. Dabei bewertet er Fahrzeuge aus Kundenperspektive und liefert Einschätzungen zu Produkteigenschaften, Fahrzeugkonzepten und Nutzererwartungen.

Auf 3ve-Blog.de erklärt er, was ein Fahrzeug im Alltag wirklich leistet – technisch fundiert, praxisnah und als unabhängige Entscheidungshilfe für Fahrberichte, Fahrzeugtests und Kaufberatungen.

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