Subaru E-Outback auf einen Blick
- Gefahrene Version: Subaru E-Outback 75 AWD Platinum
- Antrieb und Leistung: Elektro, Allradantrieb, 280 kW (381 PS)
- Verbrauch bei der Ausfahrt: knapp 19 kWh/100 km (gemischte Ausfahrt, kein Verbrauchstest), WLTP Platinum: 16,6 kWh/100 km
- Reichweite (WLTP): 477 km (Platinum), bis 526 km (Trend)
- Ladeleistung DC: 150 kW, 10 bis 80 % in etwa 28 Minuten
- Kofferraum: 595 bis 619 l, umgeklappt bis 1.240 l (Platinum)
- Preis: ab 51.990 Euro, Platinum 56.990 Euro
- Mein Kurzurteil: Ein echter Subaru mit Elektroantrieb: Allrad, Geländefähigkeit, hochwertiger Innenraum und direkte Bedienung überzeugen.
Subaru E-Outback im Überblick
- Elektro-Crossover / Mittelklasse-SUV
- Leistung: 280 kW (381 PS)
- Reichweite (WLTP): 477 bis 526 km
- Preis ab: 51.990 Euro

Im Fahrbericht zeigt sich der Subaru E-Outback als 4,85 Meter langer Elektro-Crossover, der mit 381 PS Systemleistung und permanentem Allradantrieb als Elektro-Flaggschiff der Marke antritt. Er basiert auf der e-Subaru Global Platform und wird im japanischen Werk Yajima gebaut, wo Subaru auch den Toyota bZ4X Touring fertigt. Bis 2027 werden E-Outback und Outback mit Verbrennungsmotor parallel angeboten, danach wird die Verbrenner-Variante laut Subaru eingestellt.
Als Crossover vereint er Kombi und SUV: robuster Outback-Look, hohe Reichweite, hoher Nutzwert mit Gepäckraum, Anhängelast und Dachreling sowie ein leistungsstarker Allradantrieb. Ein solches Konzept hat bei Subaru Tradition, denn schon vor rund 30 Jahren gab es mit dem Legacy Outback einen höhergelegten Allrad-Kombi. Jetzt, 30 Jahre später, folgt der E-Outback.
Bisher war der Kreis der Outback-Käufer eher überschaubar. Mit dem E-Outback will Subaru zusätzlich jüngere und freizeitaktivere Kunden gewinnen, mit Schwerpunkt auf Outdoor und Lifestyle.

Wettbewerber des E-Outback
Mit Allradantrieb und echtem Offroad-Anspruch trifft der E-Outback auf eine überschaubare Gruppe von Elektromodellen, die mehr können als einen Schotterweg. Zu den passendsten zählen:
- Jeep Compass 4xe Elektro (Allrad, 276 kW / 375 PS, ab 54.900 Euro)
- Volvo EX60 Cross Country (Allrad, Luftfederung, ab 68.990 Euro)
- Toyota bZ4X Touring (technisch verwandt, bei Subaru in Japan gebaut)
Außendesign des Subaru E-Outback
Der Fokus beim E-Outback liegt auf Robustheit: Schutzverkleidungen an Radhäusern und Stoßfängern sowie die serienmäßige Dachreling unterstreichen den Outdoor-Charakter. Die cleane Front trägt schmale LED-Scheinwerfer. Im schmalen unteren Lufteinlass sitzen aktive Luftklappen, die je nach Kühlbedarf öffnen und schließen und die Aerodynamik verbessern. Stoßfänger mit Unterfahrschutz finden sich vorn wie hinten. Am Heck spannt sich eine dezente Lichtleiste mit Subaru-Schriftzug über die gesamte Fahrzeugbreite.

Das Design wirkt eigenständig und hebt sich angenehm vom inzwischen recht austauschbaren Erscheinungsbild vieler neuer SUV ab. Subaru setzt auf eine charakterstarke Formensprache mit klaren Linien und einem sichtbar robusten Auftritt. Auch die Offroad-Ausrichtung ist schon außen sichtbar: Der E-Outback ist nicht einfach ein höhergelegter Elektro-Kombi, Details wie Schutzverkleidungen und Unterfahrschutz zeigen, dass er auch abseits befestigter Straßen zu Hause sein will.

Maße und Gewichte des Subaru E-Outback
| Maße und Gewichte | Subaru E-Outback 75 AWD Platinum |
|---|---|
| Abmessungen | |
| Länge | 4,85 m |
| Breite (ohne Spiegel / mit Spiegeln) | 1,86 m / 2,12 m |
| Höhe | 1,68 m |
| Radstand | 2,85 m |
| Wendekreis | 12,2 m |
| Bodenfreiheit | 211 mm |
| Böschungswinkel (vorne / hinten) | 17,6° / 20,2° |
| Rampenwinkel | 18,2° |
| Stauraum | |
| Kofferraumvolumen | 595–1.240 l |
| Kofferraumvolumen dachhoch mit umgeklappter Rücksitzbank | 1.704 l |
| Frunk (Gepäckraum vorne) | – |
| Gewichte | |
| Leergewicht (ohne Fahrer) | 2.052 kg |
| Zuladung | 508 kg |
| Zulässiges Gesamtgewicht | 2.560 kg |
| Anhängelast (gebremst bis 12 % Steigung / ungebremst) | 1.500 kg / 750 kg |
| Stützlast | 150 kg |
| Dachlast (fahrend / stehend) | 80 kg / 317 kg |


Innenraum des Subaru E-Outback: Qualität und Bedienbarkeit
Der lange Radstand ermöglicht eine gute Raumausnutzung mit viel Platz im Innenraum. Die schmalen A-Säulen und die großen Fensterflächen sorgen für eine gute Rundumsicht. Das Raumgefühl ist sehr großzügig: Durch die breite Karosserie gibt es vorne wie hinten viel Platz.

Die Mittelkonsole ist zweistöckig, sehr breit und geräumig und bietet viele Möglichkeiten, Dinge zu verstauen. Unter der Mittelarmlehne gibt es ein weiteres Fach. Gut gefällt mir, dass es gleich zwei induktive Ladeschalen für Smartphones gibt, die gut erreichbar und sinnvoll platziert sind, allerdings leider ohne Lüftung.

Hohe Verarbeitungsqualität
Die Verarbeitung hinterlässt einen sehr guten Eindruck. Materialien und Oberflächen wirken hochwertig, und die Bedienelemente einschließlich Schalter und Knöpfe fühlen sich wertig an. Genau diese Mischung aus Materialqualität und sorgfältiger Verarbeitung gefällt mir. In der hier gezeigten höchsten Ausstattungsvariante Platinum sind die Sitze mit Echtleder in Blau-Schwarz bezogen. Das Leder fühlt sich angenehm an und lässt den Innenraum besonders ansprechend wirken. In den niedrigeren Ausstattungsvarianten gibt es Kunstleder-Polster. Zu einem späteren Zeitpunkt soll eine weitere Polstervariante folgen.

Klassisches Bedienkonzept
Subaru setzt nicht nur auf Touchscreens: Es gibt weiterhin viele physische Bedienelemente, und wichtige Funktionen lassen sich direkt anwählen. Das ist im Alltag praktisch und im Gelände ein Vorteil, weil man sich dort nicht durch verschachtelte Untermenüs arbeiten möchte.


Cockpit des Subaru E-Outback
- 7 Zoll digitales Kombiinstrument
- Lenkradheizung (ab Active)
- Schaltwippen am Lenkrad für die Rekuperationsstärke (5 Stufen)

Das Cockpit ist ungewöhnlich gestaltet: Das digitale Kombiinstrument sitzt nicht klassisch direkt hinter dem Lenkrad, sondern weiter oben nahe der Windschutzscheibe. Man schaut praktisch über das Lenkrad hinweg auf die Instrumente. Das erinnert an ein Head-up-Display, und die Augen müssen beim Wechsel zwischen Straße und Anzeige weniger stark neu fokussieren. Das Lenkrad ist vergleichsweise klein, aber mit vielen Tasten bestückt. Auch für die Offroad-Funktionen, etwa die spezielle Geschwindigkeitsregelung für Bergauf- und Bergabfahrten, gibt es gut erreichbare Bedienelemente.


Infotainmentsystem des Subaru E-Outback
- 14 Zoll Touchscreen
- Navigationssystem und Echtzeit-Verkehrsinformationen
- Smartphone-Integration über Android Auto und Apple CarPlay, kabellos
- 2 induktive Ladeschalen (Qi) vorne, 4 USB-C-Ladeanschlüsse (2 vorn, 2 hinten)
- Smartphone-App: Fernklimatisierung, Routenplanung, Ladeplanung, Fahrzeuginformationen, Steuerung von Fahrzeugfunktionen
- Harman/Kardon-Soundsystem mit 10 Lautsprechern und Subwoofer (ab Comfort)
Das Infotainmentsystem fährt schnell hoch, reagiert zügig und lässt sich gut bedienen, die Touchbedienung funktioniert tadellos. Sehr gut gefällt mir die Schnellzugriffsleiste am unteren Bildschirmrand, über die man direkt auf wichtige Funktionen zugreift. Ergänzend gibt es unter dem Touchscreen physische Direktwahltasten und einen Drehregler für die Lautstärke. Schön umgesetzt ist auch die Temperatureinstellung für die beiden vorderen Klimazonen: Sie erfolgt über Drehringe auf dem Touchscreen, in deren Mitte die eingestellte Temperatur steht.

Sicherheit und Assistenzsysteme im Subaru E-Outback
- Notbremsassistent: erkennt Fahrzeuge, Fußgänger, Radfahrer und Motorräder, vorn und hinten; Querverkehrassistent vorn
- Adaptiver Tempomat und Spurhalteassistent: Abstands- und Geschwindigkeitsregelung mit Spurzentrierung und adaptiver Lenkung, aktiver Spurhalte- und Spurwechselassistent, Straßenranderkennung mit Lenkunterstützung
- Spurwechsel- und Totwinkelassistent mit Querverkehrassistent hinten und aktiver Bremsunterstützung, Ausstiegsassistent (Safe Exit), Verkehrszeichenerkennung mit intelligentem Geschwindigkeitsbegrenzer, Aufmerksamkeits- und Müdigkeitswarner, Notfall-Anhaltesystem, adaptives Fernlicht
- Kameras und Parkhilfen: 360-Grad-Panoramakamera, Rückfahrkamera mit aktiver Bremsunterstützung, Parksensoren vorn und hinten mit aktiver Bremsunterstützung, Multi-Terrain-Monitor mit Unterbodenansicht
- Airbags: Fahrer- und Beifahrer-Front- und Seitenairbags, Kopfairbags vorn und hinten, Fahrer-Knieairbag, Mittelairbag zwischen den Vordersitzen

Die Assistenzsysteme machten bei meiner Fahrt einen guten Eindruck: Verkehrszeichenerkennung und die übrigen Fahrassistenten funktionierten auf der Testfahrt zuverlässig. Einen echten Mehrwert bietet das Kamerasystem. Die 360-Grad-Kamera hat mehrere Anzeigemodi und lässt sich anpassen. In der Stadt hilft sie beim Rangieren am Bordstein, sodass man die Felgen nicht zerkratzt. Im Gelände sind die Ansichten noch nützlicher, etwa um die Stellung der Räder zu kontrollieren. Besonders interessant ist die Darstellung mit transparenter Motorhaube, die den Bereich direkt vor dem Fahrzeug kamerabasiert zeigt und beim Einfahren in ein steiles Gefälle hilft. Die Bilder sind nicht gestochen scharf, aber ausreichend hoch aufgelöst.

Praktisch ist auch der digitale Innenspiegel: Über einen Kippschalter unter dem Spiegel wechselt man zwischen klassischem Spiegelbild und Kameraansicht. Die Kamera bietet einen deutlich größeren Sichtbereich, und die Sicht nach hinten bleibt auch bei voller Rückbank, beladenem Kofferraum oder verschmutzter Heckscheibe erhalten.
Zur passiven Sicherheit trägt die Karosseriekonstruktion bei: Der verbreitete Einsatz hochfester Stähle sorgt für eine sehr hohe Karosseriesteifigkeit. Das ist nicht nur für die Crashsicherheit wichtig, sondern auch für Fahrdynamik und Offroad-Einsatz.

Sitze vorne im Subaru E-Outback
- Fahrersitz 10-fach, Beifahrersitz 8-fach elektrisch verstellbar; Fahrersitz mit Memory-Funktion und Komfortausstieg
- Sitzheizung vorn, 3-stufig
- Sitzbelüftung vorn (ab Comfort)
Die Sitze machen einen sehr komfortablen Eindruck. Sie bieten eine hohe Oberschenkelauflage, die Sitzfläche lässt sich zusätzlich in der Neigung verstellen. Sie sind nicht übermäßig eng geschnitten, und die Lederpolster fühlen sich gut an und sehen hochwertig aus. Ich kann mir gut vorstellen, dass man auf diesen Sitzen auch längere Strecken problemlos absolviert, einen Langstreckentest hatte ich allerdings nicht.

Sitze hinten im Subaru E-Outback
Hinten gibt es eine Mittelarmlehne mit Smartphone-Halter und Getränkehaltern, Lüftungsdüsen, zwei USB-C-Anschlüsse, Sitztaschen an den Rückseiten der Vordersitze und Kleiderhaken an den Haltegriffen. Die äußeren Plätze sind beheizbar (3-stufig, ab Active). Die Rücksitzlehnen sind im Verhältnis 40:60 geteilt, in der Neigung zweifach verstellbar und lassen sich vom Laderaum aus entriegeln. Eine Längsverschiebung der Rückbank gibt es laut Ausstattungsliste nicht. Die Beinfreiheit ist groß, und weil es keinen Getriebetunnel gibt, ist der Boden hinten eben.

Isofix-Halterung
Der E-Outback hat Isofix-Kindersitzbefestigungen auf den beiden äußeren Rücksitzplätzen mit Top-Tether-Halterung. Ebenso gibt es eine Kindersicherung hinten.


Kofferraum des Subaru E-Outback
- Kofferraumvolumen 595 bis 619 Liter, umgeklappt 1.216 bis 1.240 Liter
- Elektrische Heckklappe, sensorgesteuert
- Rücksitzlehne teilbar (40:60) mit Fernentriegelung

Der Kofferraum bietet sehr viel Platz. Der große Karosserieausschnitt mit niedriger, schmaler Ladekante und die elektrische Heckklappe erleichtern das Beladen. Praktisch: Die Ladekante besteht aus unlackiertem Kunststoff und ist damit unempfindlich gegen Kratzer. Ein kleines, aber feines Detail ist die integrierte LED-Leuchte in der Heckklappe. Die Gestaltung des Kofferraums ist durchdacht, es gibt mehrere Haken und Verzurrmöglichkeiten, seitlich kleine Ablagefächer und eine 230-Volt-Steckdose für Kleingeräte (ab Comfort). Die geteilte Rücksitzbank (40:60) lässt sich über gut erreichbare Hebel im Gepäckraum umlegen. Danach entsteht eine ebene Ladefläche, auch der Gepäckraumboden ist übergangsfrei gestaltet. Eine Durchreiche gibt es leider nicht.


Technische Daten des Subaru E-Outback
| Technische Daten | Subaru E-Outback 75 AWD Platinum |
|---|---|
| Antrieb | |
| Antriebsart | Allradantrieb (AWD), permanent |
| Motorisierung | Elektroantrieb (BEV) |
| Motor | |
| Leistung (System) | 280 kW / 381 PS |
| Drehmoment (System) | 338 Nm |
| Leistung Vorder-/Hinterachse | 167 kW / 167 kW |
| Getriebe | 1-Gang-Reduktionsgetriebe |
| Elektromotor und Batterie | |
| Motorart | Permanentmagnet-Synchronmotor (PSM), je einer an Vorder- und Hinterachse |
| Speichertechnik | Lithium-Ionen |
| Batteriekapazität, brutto / netto | 74,7 kWh / 71,0 kWh |
| Batteriegarantie | 8 Jahre / 160.000 km, mindestens 70 % Kapazität |
| Bordnetz-Spannung | 391 V (Nennspannung, 104 Zellen) |
| Wärmepumpe | Serie |
| Ladeleistung AC / DC (max.) | 22 kW / 150 kW |
| Ladezeit DC 10 bis 80 % | etwa 28 Minuten |
| Fahrleistungen | |
| Beschleunigung 0 bis 100 km/h | 4,5 s |
| Höchstgeschwindigkeit | 180 km/h |
| Verbrauch und Reichweite (WLTP) | |
| Verbrauch kombiniert | 16,6 kWh/100 km |
| CO₂-Emissionen kombiniert | 0 g/km (CO₂-Klasse A) |
| Reichweite kombiniert | 477 km |

Fahreindruck: So fährt sich der Subaru E-Outback
Antrieb, Landstraße und Autobahn
Der Antrieb mit je einem Motor an Vorder- und Hinterachse ist ausgesprochen drehmomentstark und sorgt für sehr gute Traktion. Von null auf 100 km/h geht es in 4,5 Sekunden. Das braucht ein Auto dieser Art nicht unbedingt, zeigt aber die Leistungsreserven. Das hohe Drehmoment steht sofort zur Verfügung, auf der Straße ebenso wie im Gelände.

Überrascht hat mich die Dynamik. Trotz seiner Größe lässt sich der E-Outback einfach und präzise bewegen. Das kleine Lenkrad trägt dazu bei, die Lenkung arbeitet direkt und zielgerichtet, teilweise fast sportlich, was auf kurvigen Landstraßen richtig Spaß macht. Dabei bleibt der Subaru komfortorientiert: Er imitiert keinen Sportwagen, verbindet aber Komfort mit einer überraschend dynamischen Fahrwerks- und Lenkungsabstimmung. Die Fahrprogramme (Eco, Normal, Power) beeinflussen vor allem die Gasannahme, im Power-Modus reagiert der Antrieb ausgesprochen spontan.
Auf der Autobahn hinterließ der E-Outback einen sehr stabilen Eindruck: Auch bei Höchstgeschwindigkeit liegt er ruhig auf der Straße. Wind- und Reifengeräusche blieben selbst bei schneller Fahrt auf niedrigem Niveau. Trotz seiner Größe und des starken Antriebs hat man eine gute Verbindung zum Fahrzeug, kann seine Reaktionen gut einschätzen und behält das Gefühl, die Kontrolle zu haben.

Dynamikstrecke: viel Traktion und ein niedriger Schwerpunkt
Auf der Dynamikstrecke hat der E-Outback mich überrascht. Die hohe Traktion vermittelt viel Sicherheit, auch in extremen Fahrsituationen sind große Reserven vorhanden. Als es zu regnen begann, habe ich mich auf nasser Fahrbahn in einer Kreisfahrt Stück für Stück ans Limit herangetastet und war überrascht, wie viel Traktion der E-Outback aufbaut. Auch beim Ausweichen und bei Lastwechseln verhielt sich der Subaru sehr gutmütig und gut kontrollierbar. Trotz der höheren Bodenfreiheit liegt der Schwerpunkt niedrig, Lenkbefehle nimmt er beim Ausweichen, in Kurven und bei Lenkkorrekturen gut an. Das hat richtig Spaß gemacht.

Rekuperation und One-Pedal-Driving
Die Rekuperationsstärke lässt sich über die Schaltwippen am Lenkrad in fünf Stufen einstellen, die fünfte Stufe entspricht dem Single Pedal Drive. Löst man das Fahrpedal, verzögert der E-Outback bis auf Schrittgeschwindigkeit. Single Pedal Drive bedeutet bei Subaru allerdings nicht, dass das Auto zum Stehen kommt: Zum vollständigen Anhalten muss ich das Bremspedal betätigen. Die Intensität reicht von praktisch keiner Rekuperation bis zu sehr starker Verzögerung. Die fünf Stufen wirken sich dabei nicht nur auf die Rekuperation aus, sondern auch auf das Beschleunigungsverhalten: Stellt man über die Lenkradwippen eine stärkere Rekuperation ein, reagiert der Wagen auch beim Beschleunigen zurückhaltender. Bei so vielen Stufen und Anpassungsmöglichkeiten hätte ich mir zusätzlich einen echten One-Pedal-Modus mit Anhalten bis zum Stillstand gewünscht.


Starke Offroad-Fahreigenschaften
Auch im Gelände ist überraschend viel möglich. Die Bodenfreiheit erlaubt viel, und der große Vorteil ist die Leichtigkeit und gute Dosierbarkeit selbst in anspruchsvollen Passagen, weil das Drehmoment sofort abrufbar ist. Dahinter steckt der X-Mode, der Allradassistent des E-Outback: Über einen Schalter in der Mittelkonsole stellt man die Abstimmung auf Gegebenheiten wie Schnee, Matsch oder Sand ein. Das erleichtert das Fahren auf unterschiedlichem, teils sehr schwierigem Untergrund, auch im Sand gab es kein Problem. Sehr sinnvoll fand ich die Grip Control, den Regelautomaten für Auf- und Abfahrten (2 bis 10 km/h): Er lässt sich leicht einstellen und fährt das Auto kontrolliert große Gefälle hinunter, das Tempo lässt sich per Knopfdruck mehrstufig anpassen. Die Bedienung ist sehr einfach, der Subaru nimmt einem viel Arbeit ab.

Laden und Ladezeiten beim Subaru E-Outback
Über den Touchscreen lässt sich eine individuelle Ladeplanung einrichten, die auch über die Fahrzeug-App verfügbar ist. Mit bis zu 150 kW Ladeleistung und rund 28 Minuten für den Ladevorgang von 10 auf 80 Prozent bietet der E-Outback für ein 400-Volt-System ordentliche Werte. An die Spitze der Klasse reicht das zwar nicht mehr, doch in Kombination mit der hohen Reichweite dürfte er auch für Langstreckenfahrer interessant sein. Besonders beim Laden im Winter soll das Thermomanagement Vorteile bieten: Die Batterietemperatur lässt sich manuell über das Display oder automatisch anhand der Routenplanung des Navigationssystems regulieren. Laut Subaru sind dadurch selbst bei minus 10 Grad weiterhin rund 28 Minuten für den Ladevorgang von 10 auf 80 Prozent möglich. Die Ladezeiten stammen von Subaru, selbst geladen habe ich bei der Fahrveranstaltung nicht.
| Stecker, Ladetyp | Max. Ladeleistung | Ladezeit (h:mm) |
|---|---|---|
| Typ 2 Wechselstrom (AC) Wallbox, Ladesäule | 11 kW (3-phasig, Trend) 22 kW (3-phasig, ab Active) | ca. 6:45 0 bis 100 % unter 4:00 0 bis 100 % |
| CCS Gleichstrom (DC) Schnellladestation | 150 kW | 0:28 10 bis 80 % |

Preise und Ausstattung des Subaru E-Outback
Der Subaru E-Outback ist in vier Ausstattungslinien erhältlich, alle mit identischem Antrieb (280 kW, Allrad, 74,7-kWh-Batterie). Die Preise sind unverbindliche Preisempfehlungen laut Subaru-Preisliste (Stand September 2026), inklusive 19 % Mehrwertsteuer, zuzüglich Überführungskosten. Bei den Farben gibt es aufpreisfrei Sapphire Blue Pearl, die weiteren Lackierungen kosten zwischen 840 und 990 Euro Aufpreis. Für eine Zweifarblackierung mit schwarzem Dach werden 1.290 Euro fällig.
| Subaru E-Outback | Ausstattungs-Highlights |
|---|---|
| Trend 74,7 kWh, 526 km Reichweite Allradantrieb, 280 kW (381 PS) ab 51.990 Euro | Allradantrieb (permanent) mit X-Mode, 18-Zoll-Leichtmetallräder, adaptive LED-Scheinwerfer, Licht- und Regensensor, schwarze Ledernachbildung, Zwei-Zonen-Klimaautomatik, automatisch abblendender Innenspiegel mit Kamerafunktion, 14-Zoll-Touchscreen mit Hybrid-Cloud-Navigation, Apple CarPlay und Android Auto kabellos, DAB+, Soundsystem mit 6 Lautsprechern, zwei Smartphone-Ladeschalen (Qi), LED-Ambientebeleuchtung, Rücksitzlehnen geteilt und neigungsverstellbar, Vordersitze elektrisch verstellbar (Fahrer 10-fach, Beifahrer 8-fach), Sitzheizung vorne, elektrische Heckklappe mit Kick-Sensor, Dachreling, adaptive Geschwindigkeitsregelung mit Spurzentrierung, Verkehrszeichenerkennung, Notbremssystem, Totwinkel- und Querverkehrassistent, Parksensoren vorne und hinten, Rückfahrkamera, 360-Grad-Kamera, Wärmepumpe, 11-kW-Wechselstromlader, Ladekabel Typ 2 (7 m), hintere Scheiben abgedunkelt |
| Active 74,7 kWh, 523 km Reichweite Allradantrieb, 280 kW (381 PS) ab 52.990 Euro | Zusätzlich/abweichend: 22-kW-Wechselstromlader, Lenkradheizung, Sitzheizung hinten |
| Comfort 74,7 kWh, 524 km Reichweite Allradantrieb, 280 kW (381 PS) ab 54.990 Euro | Zusätzlich/abweichend: Harman/Kardon-Soundsystem mit 10 Lautsprechern und Subwoofer, Sitzbelüftung vorne, Fahrersitz mit Memory-Funktion und Komfortausstieg, Außenspiegel mit Memory-Funktion, 230-Volt-Steckdose im Laderaum (1.500 W) |
| Platinum 74,7 kWh, 477 km Reichweite Allradantrieb, 280 kW (381 PS) ab 56.990 Euro | Zusätzlich/abweichend: 20-Zoll-Leichtmetallräder, Echtledersitze in Blau-Schwarz, Panorama-Glasdach mit elektrischer Sonnenschutzblende |

Garantie
- 3 Jahre Neufahrzeuggarantie (bis 100.000 km)
- 5 Jahre auf das elektrische Antriebssystem (bis 100.000 km)
- 8 Jahre auf die Hochvoltbatterie (bis 160.000 km, mindestens 70 % Kapazität)
- 12 Jahre gegen Durchrostung, 3 Jahre gegen Oberflächenkorrosion
- Garantie verlängerbar auf bis zu 10 Jahre bzw. 200.000 km, bei regelmäßigen Durchsichten (alle 12 Monate bzw. 15.000 km)
Original-Zubehör
Subaru bietet für den E-Outback ein umfangreiches Original-Zubehörprogramm an. Es reicht von Gummimatten für Innenraum und Gepäckraum über modulare Heckträgersysteme für die optionale Anhängerkupplung bis hin zu Lösungen für Camping und Outdoor. Bei der Fahrveranstaltung betonte Subaru zudem die Zusammenarbeit mit Spezialisten für Dachzelte.
Testfahrzeug
Gefahren wurde der Subaru E-Outback 75 AWD Platinum mit dunkelblauer Echtlederausstattung, Preis ab 56.990 Euro. Der Platinum ist die Topversion mit 20-Zoll-Rädern, Panorama-Glasdach, Harman/Kardon-Soundsystem und Fahrersitz mit Memory-Funktion. Das Straßenfahrzeug in Crystal White Pearl mit schwarzem Dach kostet mit der Zweifarblackierung (+ 1.290 Euro) 58.280 Euro, das Geländefahrzeug in Sapphire Blue Pearl war ohne Lackaufpreis.

Stärken und Schwächen beim Subaru E-Outback
Vorteile
- Hohe Geländefähigkeit (Allrad, Bodenfreiheit, spezielle Geländeprogramme)
- Hochwertiger Innenraum mit vielen physischen Bedienelementen
- Großzügiges Raumangebot
- Durchdachter Innenraum mit vielen Ablagen
- Vielseitige Einsatzmöglichkeiten (Anhängelast von 1.500 kg, Dachreling)
- Starker Antrieb
- Reichweite von bis zu 526 km (WLTP)
Nachteile
- Lenkrad mit sehr vielen Tasten, anfangs unübersichtlich
- Kein echtes One-Pedal-Driving, zum Anhalten braucht es das Bremspedal
- Keine Durchreiche in der Rücksitzbank
- DC-Ladeleistung von maximal 150 kW nicht mehr Spitzenklasse

Häufige Fragen zum Subaru E-Outback
Der Subaru E-Outback kostet ab 51.990 Euro (75 AWD Trend). Active kostet 52.990 Euro, Comfort 54.990 Euro und Platinum 56.990 Euro, jeweils als unverbindliche Preisempfehlung zuzüglich Überführungskosten. Lackaufpreise: Metallic oder Silica 840 Euro, Perleffekt 990 Euro, Zweifarblackierung 1.290 Euro; Sapphire Blue Pearl ist kostenlos.
Bei meiner Ausfahrt (gemischte Runde mit Landstraße und Autobahn bei hohem Tempo) lag der Durchschnittsverbrauch bei knapp 19 kWh pro 100 km, das ist kein belastbarer Verbrauchstest. Nach WLTP verbraucht der Subaru E-Outback 15,3 bis 16,6 kWh pro 100 km, der Platinum mit 20-Zoll-Rädern 16,6 kWh.
Der Kofferraum des Subaru E-Outback fasst beim Platinum 595 bis 619 Liter (VDA), bei Trend und Active bis zu 633 Liter. Mit umgeklappter Rücksitzlehne sind es beim Platinum 1.216 bis 1.240 Liter, dachhoch beladen bis zu 1.704 Liter (Trend und Active bis 1.718 Liter). Der Ladeboden ist höhenverstellbar, die elektrische Heckklappe hat einen Kick-Sensor, die Ladekante ist niedrig und aus unlackiertem Kunststoff. Eine Durchreiche gibt es nicht, ebenso keinen zusätzlichen Stauraum (Frunk) unter der Fronthaube.
Der Subaru E-Outback hat 2,85 Meter Radstand und fünf Sitzplätze. Hinten gibt es zwei Isofix-Plätze mit Top Tether auf den äußeren Sitzen, Lüftungsdüsen, zwei USB-C-Anschlüsse und eine Mittelarmlehne. Hinten ist die Beinfreiheit groß, und der Boden ist eben, weil ein Getriebetunnel fehlt.
Der Subaru E-Outback darf gebremst bis 12 Prozent Steigung 1.500 Kilogramm ziehen, ungebremst 750 Kilogramm. Die Stützlast beträgt 150 Kilogramm, die Dachlast 80 Kilogramm während der Fahrt und 317 Kilogramm im Stand. Die Anhängerkupplung ist optional, das Fahrzeug ist aber vorbereitet: Der hintere Stoßfänger hat eine Aussparung mit abnehmbarer Blende.
Nach WLTP schafft der Subaru E-Outback 477 bis 526 Kilometer, der Platinum 477 Kilometer, im Stadtzyklus 648 Kilometer. Die 74,7-kWh-Batterie und die serienmäßige Wärmepumpe sollen auch im Winter helfen. Mit dem Verbrauch meiner Ausfahrt von knapp 19 kWh pro 100 km ergäbe sich rechnerisch eine Reichweite von rund 390 Kilometern. Für eine belastbare Aussage braucht es einen längeren Alltagstest.
Der Subaru E-Outback lädt an Schnellladern mit bis zu 150 kW, von 10 auf 80 Prozent dauert das laut Hersteller etwa 28 Minuten. An Wallbox oder AC-Säule lädt er ab der Ausstattung Active mit 22 kW dreiphasig und ist in unter vier Stunden voll, der Trend lädt mit 11 kW. Laut Subaru gelingt der Ladestopp von 10 auf 80 Prozent dank Thermomanagement auch bei minus 10 Grad in 28 Minuten.
Alle vier Linien (Trend, Active, Comfort, Platinum) haben denselben Antrieb mit 381 PS. Active ergänzt gegenüber dem Trend den 22-kW-AC-Lader, Lenkrad- und Rücksitzheizung (1.000 Euro mehr). Comfort bringt Harman/Kardon-Sound, Sitzbelüftung, Fahrersitz-Memory und eine 230-Volt-Steckdose im Laderaum (weitere 2.000 Euro). Platinum fügt 20-Zoll-Räder, Echtleder und Panorama-Glasdach hinzu (weitere 2.000 Euro) und hat mit 477 Kilometern die geringste WLTP-Reichweite.
Das Lenkrad trägt sehr viele Tasten und wirkt anfangs unübersichtlich, und ein echtes One-Pedal-Driving gibt es nicht, zum Stillstand braucht es das Bremspedal. Dazu kommen die DC-Ladeleistung von maximal 150 kW, die nicht mehr zur Spitzenklasse zählt, und eine fehlende Durchreiche in der Rücksitzbank.
Mit klarem Offroad-Anspruch tritt der Jeep Compass 4xe Elektro an: Er hat Allradantrieb mit 276 kW (375 PS) und kostet ab 54.900 Euro. Der Volvo EX60 Cross Country setzt auf Allrad, erhöhte Bodenfreiheit und Luftfederung und startet bei 68.990 Euro. Technisch verwandt ist der Toyota bZ4X Touring, den Subaru in Japan baut.
Fazit: Subaru E-Outback
Der Subaru E-Outback ist ein echter Subaru mit Elektroantrieb: Er verbindet hohe Alltagstauglichkeit und Komfort mit Allradtraktion, Geländefähigkeit und einem Fahrgefühl, das Sicherheit vermittelt. Anders als viele neue Elektroautos, die vor allem mit großen Displays und digitalem Funktionsumfang auftreten, setzt Subaru auf Materialqualität, Verarbeitung und Bedienbarkeit. Das ist vielleicht etwas traditioneller, aber keineswegs rückständig: Die Bedienung ist intuitiv, wichtige Funktionen sind direkt erreichbar, der Blick bleibt häufiger auf der Straße.
Auf der Straße fährt er sich komfortabel und lässt sich dennoch dynamisch bewegen, auch Umsteiger vom Verbrenner finden sich schnell zurecht. Bisherige Forester- und Outback-Fahrer müssen beim Wechsel auf den Strom nicht auf die typischen Subaru-Eigenschaften verzichten, gleichzeitig bekommt eine jüngere, freizeitaktive Zielgruppe ein starkes und vielseitiges Elektroauto. Ein starkes Argument ist zudem die Garantie, die sich bei regelmäßigen Durchsichten auf bis zu zehn Jahre verlängern lässt.
Große Schwächen leistet er sich nicht: Die Ladeleistung von maximal 150 kW ist zwar nicht mehr Klassenbestwert, zusammen mit der ordentlichen Reichweite und einer Ladezeit von 10 auf 80 Prozent in rund 28 Minuten (laut Subaru) ist der E-Outback aber durchaus langstreckentauglich. Ein echter One-Pedal-Modus wäre noch wünschenswert gewesen. Gut passen dürfte der E-Outback vor allem zu Outdoor- und Familienmenschen, die Hund, Fahrräder, Dachzelt oder Anhänger mitnehmen, Allradtraktion schätzen und einen Elektro-SUV mit klassischen Subaru-Tugenden suchen.

Fotos: André Tillmann; Daniel Przygoda

